12.07.2011, 17:18 Uhr
Von Gunter Becker
BAYREUTH. In Bayreuth und Umgebung ist der Krankenstand im Jahre 2010 im Vergleich zum Jahr zuvor gestiegen. Wie dem Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK zu entnehmen ist, stieg der Krankenstand von 3,4 Prozent im Jahr 2009 auf 3,7 Prozent. Damit liegt die Region Bayreuth deutlich über dem bayerischen Landesdurchschnitt von 3,0 Prozent, der seit zwei Jahren unverändert blieb.
Bei der Präsentation des neuen Gesundheitsreports der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) im Bezirkskrankenhaus sagte die Leiterin des Servicezentrums Bayreuth, Petra Leicht, dass bei fast allen Diagnosen die Krankschreibungen zugenommen hätten. Besonders gravierend: Bei den psychischen Erkrankungen verzeichnet der Gesundheitsreport im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 65 Prozent. Damit rangieren psychische Erkrankungen auf der Liste der häufigsten Erkrankungen mit eine Anteil von 11,6 Prozent auf dem dritten Platz noch vor Erkrankungen des Atmungssystems. Mit 24,5 Prozent stellen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems die häufigste Ursache für einen Arbeitsausfall dar, gefolgt von Verletzungen mit 19,8 Prozent. Bei allen drei häufigsten Krankheitsarten liegt die Region Bayreuth damit deutlich über dem bayernweiten Landesdurchschnitt.
Besonderes Augenmerk hat die DAK in ihrem Gesundheitsreport auf die Situation junger Arbeitnehmer gelegt. Laut Rita Leicht bezeichnen 74 Prozent der erwerbstätigen Bayern unter 30 Jahren ihre Gesundheit mit gut oder sehr gut. Aber mehr als die Hälfte der Befragten würden sich in ihrem Job unterfordert fühlen, was wiederum langfristig zu Stress und Krankheiten führen würde. 23 Prozent der befragten jungen Erwerbstätigen würden ihren Arbeitsalltag als sehr belastend empfinden.
Immer mehr Alkohol
Alarmierend sei auch der Alkoholkonsum junger Arbeitnehmer. 24 Prozent würden mindestens einmal im Monat fünf oder mehr alkoholische Getränke in kurzer Zeit trinken. Leicht: „Rauschtrinken ist bei vielen sehr beliebt.“
Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in unserer Printausgabe.
Symbolbild: pa
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