12.07.2011, 15:59 Uhr
BAYREUTH. Requisiten sind es nicht, die am Bühneneingang des Festspielhauses unter einer grauen dezenten Plane liegen. Auch in diesem Jahr wappnet sich das Festspielhaus gegen Sturzbäche von der Bürgerreuth und hält dafür Sandsäcke bereit.
Derweil liegen Paletten mit mehren Dutzend Sandsäcken an der Pforte Ost und zwischen dem Hauptgebäude und den hinteren Proben- und Technikgebäuden, wie Karl-Heinz Matischka, Technischer Leiter im Festspielhaus, auf Anfrage sagte. Im Vorjahr waren die Sandsäcke sogar an drei Stellen deponiert. „Alles neuralgische Punkte“, so Matischka, „Vorsorge für den Fall der Fälle“.
Noch gut in Erinnerung sind die Sturzbäche von 2008. Am 31. Juli verzögerten heftige Regenfälle den Beginn der Siegfried-Aufführung um zehn Minuten. Die Unterbühne und die tiefergelegenen Nebengebäude waren nach regelrechten Sturzbächen überflutet. Kniehoch stand das Wasser, wie Pressesprecher Peter Emmerich damals schilderte. Die Feuerwehr pumpte das Wasser noch während der Aufführung ab.
Vorsichtsmaßnahmen trotz Sanierung
Die Stadt blieb nach der „Überschwemmung“ nicht untätig. Für rund 2,56 Millionen Euro sollte das Festspielhaus starkregenfest gemacht werden, beschloss der Stadtrat im Oktober 2008. Immerhin rauscht bei Regen das Wasser von einer fast zehn Hektar großen versiegelten Fläche die Bürgerreuth hinab. „Wir haben die Schutzmaßnahmen verbessert, sie sind aber noch nicht 100-prozentig, daher die Sandsäcke“, erklärte Baudirektor Hans-Dieter Striedl.
ub/Foto: Lammel
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