11.07.2011, 17:19 Uhr
Von Gunter Becker
BAYREUTH. Die „Weichen für die Weiterentwicklung der Schoko“ (Oberbürgermeister Michael Hohl) sind gestellt: Am gestrigen Dienstag haben Hohl als Vertreter der Stadt Bayreuth und der Vorsitzende des Vereins Horizonte, Klaus Hamann, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, in dem die Instandsetzungsarbeiten des ehrwürdigen Industriegebäudes geregelt werden.
Die Schoko sei ein wichtiger Baustein in der Jugendpolitik der Stadt und ein dauerndes Thema im Rathaus, betonte Hohl. Die Jugend habe man nie im Stich gelassen, auch wenn die Nutzer der Schoko diesen Eindruck gewonnen haben mögen und dies auch auf Transparenten kundtaten. Dass die Schoko geschlossen werden musste, liege einzig an Sicherheitsrisiken, die erst beseitigt werden müssten. Mit vertretbarem Aufwand solle das Gebäude jetzt soweit hergerichtet werden, dass es wieder nutzbar wird.
Er freue sich, dass man für die weiteren Arbeiten den Verein Horizonte gewinnen konnte, der über große Erfahrungen in der Jugendarbeit verfüge. Gemeinsam und unter Federführung des Treuhänders für Stadtsanierung und Stadtentwicklung TES der Wohnungsbau- und Wohnungsfürsorgegesellschaft der Stadt Bayreuth (Gewog) werde die Schoko in den nächsten rund acht Monaten zu einem Jugendkultur- und Sportzentrum umgebaut. Für die Instandsetzungsmaßnahmen stehen in einer ersten Tranche 180.000 Euro zur Verfügung. Weitere 21.000 Euro kommen aus dem Programm Kooperation, so TES-Geschäftsführer Gerhard Deyerling. In de nächsten beiden Monaten sollen die Gewerke ausgeschrieben werden, weitere sechs Monate plant man für die Instandsetzungsarbeiten ein.
Der Vertrag stelle die Basis dar für die Kooperation zwischen Stadt und Horizonte, sagte Hamann. Horizonte werde sich mit seiner „Manpower und Know-how“ in die Sanierungsarbeiten einbringen. In einem zweiten Vertrag, der noch nicht ausgearbeitet sei, werde dann geregelt, dass der Verein Horizonte die Jugendarbeit in der Schoko betreut.
Man wolle in der Schoko weiterhin Jugendarbeit betreiben, sagte Horizonte-Geschäftsführer Thomas Wattenbach. Doch die finanziellen Probleme, die den Verein durch Kürzungen des Jobcenters Bayreuth in die finanzielle Bredouille gebracht hätten, seien mit de Engagement in der Schoko nicht behoben.
Foto: Lammel
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