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06.07.2011, 18:00 Uhr

 

Wirtschaftsschule weist 30 Schüler ab

Von Peter Engelbrecht

BAYREUTH. Einen regelrechten Ansturm verzeichnete die städtische Wirtschaftsschule in den vergangenen Jahren – dennoch muss ab dem neuen Schuljahr die Zahl der Klassen um eine auf 13 verringert werden.

 

Das beschloss der Hauptausschuss des Stadtrates mit elf gegen sechs Stimmen. Die SPD-Fraktion hatte beantragt, die vom Stadtrat vor Jahren beschlossene Sondergenehmigung für 14 Klassen letztmalig bis Ende des Schuljahres 2012 zu verlängern. Schulpflegerin Christine Hacker (SPD) sah darin „eine Bestätigung für die erfolgreiche und engagierte Schulausbildung.“

1000 Euro pro Schuljahr

Auch das Schulreferat im Rathaus hielt die nochmalige Bildung von 14 Klassen für erforderlich, da in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich hohe Anmeldezahlen vorlagen. Aktuell müssen 30 Bewerber abgewiesen werden, die einen mittleren Schulabschluss erreichen wollen. Aktuell gibt es 360 Schüler.
Hacker bedauerte, dass 30 Schüler an die private Wirtschaftsschule in Bayreuth wechseln müssen. Dort zahlen sie 1000 Euro Schulgeld pro Jahr. CSU-Fraktionschef Oliver Junk sprach hingegen von einem „verwunderlichen Antrag“. Für ihn war nicht nachvollziehbar, warum die Stadtverwaltung den Sachverhalt so positiv darstelle. Es gelte, den Schulstandort Bayreuth in der ganzen Breite zu erhalten. Dazu gehöre auch die private Wirtschaftsschule.

OB haut's die Fragzezeichen raus

„Mir hat es die Fragezeichen herausgehauen“, meinte Oberbürgermeister Michael Hohl (CSU). Einerseits werde über Raumenge und unzumutbare Zustände geklagt, die durch einen baldigen Erweiterungsbau beseitigt werden sollen. Andererseits komme ein Antrag für eine weitere Klasse.

Man solle den Konflikt nicht auf dem Rücken der Schüler austragen, sagte Gert Lowack (Grüne). Gerhard Gollner (BG) sprach sich dafür aus, die private und die städtische Wirtschaftsschule zu halten. Nach der Ablehnung zeigte sich ein Dutzend Zuhörer enttäuscht darüber, dass die Stadt ihre eigene Schule so wenig unterstützte. „Wir fühlen uns im Stich gelassen“, hieß es.

Foto (Archiv): Lammel




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