05.07.2011, 16:01 Uhr
Von Eric Waha
BAYREUTH. Eine Umstellung des städtischen Stroms von einem 50-prozentigen Öko-Anteil auf 100 Prozent Ökostrom wird es wohl erst nach 2013 geben. Obwohl auch dann nicht feststeht, ob die vollen 100 Prozent erreichbar und vor allem finanzierbar sind. Das sagte Oberbürgermeister Michael Hohl am Dienstagnachmittag als Antwort auf einen Antrag der Grünen im Bauausschuss.
Sabine Steiniger hatte für ihre Fraktion einen Antrag gestellt, der eine Umstellung des städtischen Strombezugs zum Inhalt hatte. Steininger begründete in der Sitzung ihren Vorstoß so: „Das hat sich aus den Montagsdemonstrationen heraus ergeben und war eine Bitte der Bürger, die zum einen wissen wollten, wie groß der Ökostromanteil der Stadt ist und zum anderen eine Umstellung für wünschenswert hielten.“
Vier Jahre Vertragslaufzeit
Hohl sagte, er verstehe den Antrag, könne aber nichts an dem Vertrag mit der Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs-GmbH (BEW) ändern, den der Bauausschuss am 15. Dezember 2009 einstimmig beschlossen habe. Der Vertrag laufe vier Jahre und sehe einen aktuellen Ökostrom-Anteil von 50 Prozent vor.
Im Jahr 2010 habe die Stadt „die beeindruckende Zahl von 12,7 Millionen Kilowattstunden Strom bezogen und dafür 2,35 Millionen Euro bezogen“. Würde die Stadt aus dem Vertrag aussteigen wollen, würden pro Jahr Mehrkosten von etwa 80.000 Euro brutto auflaufen, sagte Hohl. Diese Zahlen beruhten auf einer Schätzung der Bayreuther Energiehandels-Gesellschaft.
Foto: Ritter
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