30.06.2011, 17:18 Uhr
Von Eric Waha
BAYREUTH. Richterwechsel – im wahrsten Sinn des Wortes: Am Donnerstagnachmittag verabschiedete der bayerische Innenminister Joachim Herrmann Karl-Friedrich Richter, fast 15 Jahre Präsident des Verwaltungsgerichts Bayreuth, in den Ruhestand. Im Rahmen des Festakts im Balkonsaal der Stadthalle führte Herrmann als oberster Dienstherr der Verwaltungsgerichte Thomas Boese als neuen Präsidenten in sein Amt ein.
Ein Abschied muss nicht zwingend zur sauertöpfischen Veranstaltung ausarten. Bester Beleg dafür war der beschwingte Festakt, den das Percussionensemble der Musikschule der Hofer
Symphoniker mit Leidenschaft befeuerte. Innenminister Herrmann nutzte den Festakt, um Karl-Friedrich Richter als engagierten Gerichtspräsidenten zu würdigen, der sich in seinen knapp 40
Dienstjahren nicht nur in Bayern, sondern auch als wertvoller Aufbauhelfer in den neuen Bundesländern – er war Gründungspräsident des Verwaltungsgerichts Chemnitz –
verdient gemacht habe.
Der gebürtige Hofer, der nach dem Studium in Erlangen und Stationen in München und Eichstätt knapp sechs Jahre in den neuen Bundesländern tätig war, bevor ans Verwaltungsgericht Bayreuth als Präsident in die oberfränkische Heimat zurückkehrte, habe hier wie dort durch „seine natürliche menschliche Autorität viele Dinge in reibungslose Bahnen lenken können“, sagte Herrmann.
Foto: pa
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