28.06.2011, 19:54 Uhr
KULMBACH. Von einer intelligenten Ampelschaltung ist Kulmbach derzeit weit entfernt. Ein Schaden am zentralen Verkehrsrechner bringt den Fluss auf den Straßen durcheinander.
Stop-and-go-Verkehr prägt derzeit das Kulmbacher Straßenbild. Wer bei Grün losfährt, kann davon ausgehen, dass er an der nächsten Ampel wieder Rot sieht. Mancher Verkehrsteilnehmer wundert sich über die unkoordinierten Lichtanlagen. „Der Grund dafür ist ein Schaden am zentralen Verkehrsrechner“, sagt der Pressesprecher der Stadt Kulmbach, Simon Ries, auf Nachfrage. Dadurch funktioniere das optimierte System der Ampelschaltungen nicht mehr und die Ampelanlagen sind untereinander nicht mehr vernetzt. Laut Ries arbeitet die Bauabteilung der Stadt derzeit gemeinsam mit Technikern der Firma Siemens unter Hochdruck daran, das Problem zu lösen. Der zentrale Verkehrsrechner befindet sich im Gebäude der Polizeiinspektion. „Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und versuchen, möglichst schnell eine Lösung zu finden“, sagt der Sprecher.
Das ausgeklügelte System der Ampelschaltungen soll laut Ries normalerweise dafür sorgen, dass der Verkehrsfluss reibungslos läuft. „Auch die Stadtbusse sind darin integriert“, sagt der Pressesprecher. „Durch den Ausfall besteht keine Gefahr, die Sicherheit ist nicht gefährdet. Es kann nur sein, dass es an der ein oder anderen Stelle etwas länger dauert.“ Ries zufolge funktionieren zwar alle Ampelanlagen, nur die Vernetzung untereinander sei außer Betrieb. „Jede Ampel in Kulmbach läuft jetzt für sich in ihrem eigenen Rhythmus.“
Damit müssen die Autofahrer einerseits auf die grüne Welle verzichten. Andererseits führt der Ausfall des zentralen Verkehrsrechners auch dazu, dass einige Ampelanlagen nachts oder am Wochenende in Betrieb sind, die sonst zu dieser Zeit ausgeschaltet wären. Laut Simon Ries sind auch Sonderschaltungen betroffen, beispielsweise für Feste.
Ausfall des Verkehrsrechners
Angaben darüber, seit wann der zentrale Verkehrsrechner ausgefallen ist, konnte Simon Ries nicht machen. Die zahlreichen Baustellen und damit verbundenen Straßensperrungen in Kulmbach haben mit dem jüngsten Problem aber nichts zu tun, erklärt der Pressesprecher. Auch auf den städtischen Busfahrplan seien derzeit keine Auswirkungen festzustellen.
Wann die Lichtsignalanlagen wieder vernetzt sein werden, ist noch unklar. „Das hängt von der Firma Siemens ab“, sagt Ries. „Wir sind bei der Sache aber hinterher und machen
Druck“, verspricht er. Der Zentralrechner ist derzeit außer Betrieb wegen einer kaputten Festplatte. Die Stadt und die Polizei warten darauf, dass die Firma das kaputte
Steuerungselement repariert.
sli/Foto: Waha
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
| zurück | weiter |
| Uni-Studio besteht Test 24.05.2012 |
![]() |
Fichtelberg: Kristallbad zerstört, Brandursache gesucht 14.05.2012 zum Video |
![]() |
Nach dem Großbrand im Kristallbad Fichtelberg 13.05.2012 zum Video |
![]() |
Adieu Michael Hohl 25.04.2012 zum Video |
![]() |
Prominenz beim 4. Bayreuther Ökonomiekongress 10.05.2012 zum Video |
![]() |
BBL-Beirat und Uni-Prof: Herbert Woratschek im Porträt 27.04.2012 zum Video |
Nach dem Brand des Kristallbades in Fichtelberg wurden schnell Stimmen laut, dass ein neues Bad gebaut werden soll. FInden Sie, dass Fichtelberg ein Schwimmbad braucht?