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16.06.2011, 07:58 Uhr

 

Bayern strebt verbindliche Frauenquoten in Unternehmen an

LEIPZIG. Im Streit um verbindliche Frauenquoten strebt Bayern konkrete Zusagen der Unternehmen an. Dazu kündigte Frauenministerin Christine Haderthauer (CSU) in der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstagausgabe) einen entsprechenden Antrag für die an diesem Donnerstag im schleswig-holsteinischen Plön beginnende zweitägige Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsminister der 16 Bundesländer an.

 

Danach sollten sich die Unternehmen verpflichten, sich "jährlich konkrete Zielvorgaben für den angemessenen Frauenanteil ab der mittleren Führungsebene zu geben und diese dann auch zu veröffentlichen".

Zwangsquoten bewirken nichts

"Nur die von den Unternehmen selbstgemachte Frauenquote wird Erfolg haben. Zwangsquoten, wie sie der Antrag von Nordrhein-Westfalen vorsieht, bewirken nichts", sagte Haderthauer. Das Rot-Grün regierte Nordrhein-Westfalen fordert die Einführung einer gesetzlichen Quote für Frauen in Spitzenjobs. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) haben sich gegen gesetzliche Quoten ausgesprochen.

"Die gleiche Quote für alle bringt null: Denn eine Quote von 50 Prozent kann für ein Kommunikationsunternehmen einen Rückschritt bedeuten, für ein Metallunternehmen aber kaum realisierbar sein", sagte die CSU-Politikerin.

dapd/Symbolbild: pa




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