13.06.2011, 15:13 Uhr
GRAFENWÖHR. Mit einer bunten Flaggenzeremonie ist die 172. US-Infanteriebrigade in den Afghanistaneinsatz verabschiedet worden.
Vor großer Kulisse mit Ehrengästen aus Politik, des deutschen und amerikanischen Militärs, der Wirtschaft, des gesellschaftlichen Lebens in der Region und vor ihren Frauen, Kindern
und Kameraden hatten die Soldaten der „Blackhawk Brigade“ auf dem Paradefeld des Truppenübungsplatzes Aufstellung genommen. Den endgültigen Abzug der Soldaten kennzeichnete
das Einrollen der Bataillonsfahnen, die mit an den Einsatzort genommen werden.
Oberst Edward Bohnemann, Kommandeur der 172. Infanteriebrigade verwies in seiner Ansprache auf das monatelange Training, das die Soldaten in Vorbereitung auf ihren Einsatz auf dem Truppenübungsplatz absolviert hatten. „Wir haben unzählige Waffenmagazine verschossen, wir haben Tausende Artilleriegranaten und Mörsergeschosse verfeuert, um sicher zu stellen, dass alle Soldaten an ihren Waffen vollständig ausgebildet sind und akkurate Feuerunterstützung geben können.“ Vorrangig aber seien die Übungseinsätze mit den Kommandeuren der afghanischen Sicherheitspolizei gewesen.
Das Land stolz machen
Bohnemann verwies auf die erfolgreich abgeschlossenen Versorgungsübungen und das Training des Minenräumteams. „Hunderte von Meilen Straße sind in Afghanistan von uns bereits von Minen geräumt.“ Unter den frenetischen „Blackhawks“ Rufen versicherte der Kommandeur: „Ich habe äußerste Zuversicht und Vertrauen, das wir erfolgreich sein werden und unser Land stolz machen.“ Ähnlich patriotisch richtete sich der Brigadegeneral und stellvertretende Befehlshaber des V.Korps der US-Armee, Brigadegeneral Allen W. Batschelet an die Soldaten. „Es ist inspirierend, die stolzen und einsatzbereiten Soldaten der Blackhawk Brigade zu sehen,“ die eine der besten Einheiten der US-Armee sei. Ihre Aufgabe sei es, im Kampf gegen die Aufständischen zu helfen, „die das afghanische Volk am Erringen von Freiheit, Unabhängigkeit, Gleichheit und der Schaffung demokratischer Strukturen hindern wollen.“
Dem Zeremoniell schloss sich die „Blackhawk Rendezvous Feier an, mit Musikbands, Sport und Spiel für die ganze Familie.
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