Tödliche Pfingstausflüge - Mindestens sechs Menschen auf Bayerns Straßen gestorben
MÜNCHEN. Bei Verkehrsunfällen sind an den Pfingstfeiertagen mindestens sechs Menschen auf Bayerns Straßen ums Leben gekommen, viele weitere wurden schwer verletzt.
Mehrere Motorradtouren nahmen ein tödliches Ende. Zahlreiche Urlauber verbrachten ihren Ferienbeginn im Stau.
Bei einem Ausflug von fünf Bikern im Kreis Hof starb am Sonntag ein 49-Jähriger aus Kulmbach. Der Mann war nach Polizeiangaben in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen, seine Maschine
überschlug sich mehrfach.
Als letzter einer dreiköpfigen Motorradgruppe wollte am Sonntag bei Untermerzbach in Unterfranken ein 53-Jähriger ein Auto überholen. Dabei geriet er ins Schleudern und prallte gegen
die Leitplanke. Fahrer und Motorrad flogen über 30 Meter weit in den Wald. Der Mann erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.
Am frühen Montagmorgen verunglückte ein Motorradfahrer auf der A 95 bei Ohlstadt tödlich. Der 20-Jährige aus Mindelheim hatte nach Polizeiangaben die linke Leitplanke
berührt und war gestürzt. Die Autobahn in Richtung Garmisch wurde für vier Stunden voll gesperrt.
Bei Breitengüßbach in Oberfranken verlor am Sonntag ein 24-Jähriger wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Auto, kam von der Fahrbahn ab und prallte
frontal gegen einen Baum. Er starb noch an der Unfallstelle.
Neun Menschen drängen sich in Kombi
Ein 44-Jähriger geriet am Samstag mit seinem Auto zwischen Pocking und Tutting in Niederbayern auf nasser Fahrbahn ins Schleudern. Dabei prallte der Wagen mit der Fahrerseite gegen einen
entgegenkommenden Pkw mit fünf Insassen. Der Unfallverursacher wurde eingeklemmt und tödlich verletzt. Der andere Autofahrer, seine hochschwangere Ehefrau und ihre drei Kinder im Alter
14, 4 und 3 Jahren wurden in eine Klinik gebracht.
Zwischen Rothenfels und Neustadt in Unterfranken kam am Samstag ein 57-jähriger Fahrradfahrer ums Leben. Der Mann war mit einem Auto zusammengestoßen und starb noch am Unfallort.
Bei einem Unfall nahe Hettstadt in Unterfranken wurden in der Nacht zum Sonntag mindestens neun Menschen verletzt. Alle saßen dicht gedrängt in einem Kombi, der aus ungeklärter
Ursache von der Straße abkam und sich überschlug. Der Fahrer war betrunken. Drei Mitfahrer saßen im Kofferraum, einer von ihnen wurde durch die Heckscheibe geschleudert und schwer
verletzt.
Zu Beginn der Pfingstferien wurden Autofahrer am Samstag auf ihrem Weg gen Süden auf die Geduldsprobe gestellt. Am schlimmsten sei die Situation vor dem Tauerntunnel bei Salzburg gewesen,
sagte ein Sprecher der Verkehrsmeldestelle Bayern. Hier mussten die Urlauber rund fünf Stunden auf die Weiterfahrt warten, die Blechlawine war zeitweise 25 Kilometer lang.
Eine Blockabfertigung habe es auch am Schweizer Gotthard-Tunnel gegeben, auch hier staute sich der Verkehr auf vielen Kilometern. Längere Zeit im Stau mussten Autofahrer den Angaben zufolge in
Bayern auf der A 7 in Richtung Füssen, der A 96 in Richtung Lindau und der A 3 in Richtung Nürnberg ausharren.
dapd/Symbolbild: pa
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