Donnerstag 24.05.2012, 21:09 Uhr
E-Mail: Passwort:



31.05.2011, 12:08 Uhr

 

Gewog soll die Gartenschau bezahlen

Von Gert-Dieter Meier

BAYREUTH. Die Stadt will die Landesgartenschau 2016 über die Wohnungsbau- und Wohnungsfürsorgegesellschaft der Stadt Bayreuth mbH (Gewog) finanzieren. Und auf diesem Weg ganz legal Steuern in Millionenhöhe sparen. Entsprechende Überlegungen bestätigte Bayreuths Oberbürgermeister Michael Hohl dem Kurier.

 

Direkt neben dem zukünftigen Gartenschaugelände (Bildhintergrund) werden an der Äußeren Badstraße schon Parkplätze gewalzt. Geht es nach der Stadt, soll die Gewog als Gartenschau-Gesellschafter einsteigen. Foto: Lammel

Landesgartenschauen sind nicht nur organisatorisch komplex, sondern auch rechtlich kompliziert. Was es immer braucht, ist eine sogenannte Durchführungsgesellschaft, in der bislang stets die Ausrichterstadt und die Gesellschaft zur Förderung der Bayerischen Landesgartenschauen mbH saßen. Birgit Seelbinder, die Oberbürgermeisterin der Stadt Marktredwitz, hat mit dieser Tradition gebrochen.

Anstelle der Stadt ernannte sie deren 100-prozentige Tochtergesellschaft Stewog (Stadtentwicklungs- und Wohnungsbau GmbH) zum Gartenbaugesellschafter. Warum? „Gartenschauen sind für mich ein Motor für Stadtentwicklung“, sagt Seelbinder. Mindestens genauso wichtig aber ist der Umstand, dass die Stewog – im Unterschied zur Stadt Marktredwitz – keine Vorsteuer bezahlen muss. Und: Der ohnedies stark strapazierte Haushalt der Stadt musste nicht zusätzlich belastet werden.

Grünes Licht

Kein Wunder also, wenn die Stadt Bayreuth sich bei der Finanzierung ihrer Gartenschau im Jahre 2016 an dem Modell Marktredwitz orientieren will. OB Michael Hohl: „Hinter diesem interessanten Finanzierungsmodell stand zunächst noch eine Reihe von Fragezeichen. Auch der Oberste Rechnungshof hat geprüft. Das haben wir abgewartet. Aber am Ende gab es von allen Seiten grünes Licht“, so Hohl. Deshalb wolle er dem Stadtrat nun vorschlagen, dass nicht die Stadt, sondern die Gewog – zwischenzeitlich eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt – Gesellschafter der Gartenschau wird.

Die Gewog, die mit einer Bilanzsumme von 88,465 Millionen Euro im Jahr 2009 und einer Eigenkapitalquote von über 50 Prozent „viel Speck auf den Rippen“ hat, wie Hohl sagt, ist mit rund 3800 Wohnungen im gesamten Stadtgebiet eigenen Angaben zufolge der „größte Wohnungsvermieter Bayreuths“.

Gesamtkosten: 12,5 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für die Landesgartenschau liegen bei rund 12,5 Millionen Euro im Investitionshaushalt. Die maximale Förderung durch das Umweltministerium beträgt 3,6 Millionen Euro. Somit verbleibt ein Anteil von rund neun Millionen Euro, den die Stadt zu schultern hätte – gegebenenfalls auch unter Hinzuziehung weiterer Förderer. Sofern nun aber der Stadtrat den „neuen Weg“ mitgehen würde, wäre es nicht an der Stadt, sondern an der Gewog, diese Mittel bereitzustellen.

Hinzu käme noch der sogenannte Durchführungshaushalt, in dem sämtliche Einnahmen und Ausgaben während der Zeit der Landesgartenschau aufgeführt werden (Eintrittskarten, Mieten, Pachten, Sponsoring, Ausgaben durch Personal, Ticketing, Werbung, Blumenschauen, Ausstellungen, Pflege, Veranstaltungen). Er ist im Schnitt mit etwa acht Millionen Euro anzusetzen. Bei angenommen 750.000 Besuchern und 7000 Dauerkartenkäufern würden dem rund 6,5 Millionen Euro an Einnahmen gegenüberstehen. Die verbleibende Differenz müsste die Stadt tragen. Oder eben die Gewog.




Artikel posten

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: diigo Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Shortnews Bookmark bei: Google Bookmark bei: Facebook mit Twitter versenden




Kommentare

Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.


mehr zum Thema
zurück   weiter


KURIER-NEWSTICKER
KURIER-TV
SONDERTHEMEN

Ankommen in Bayreuth

Kurioses

Aus der Schatz-Truhe

Kurier-Eurotrainer

Leser fragen Forscher

BT24 - Die Region von A-Z
null
null
null
BAYERISCHER RUNDFUNK
Rundschau News
BayernwetterVerkehr in Bayern

 




MONEYSPECIAL
Facebook - Twitter - Mobil
DIGITALE BEILAGEN
Modernisieren 2011 Maisels FunRun Kinder-Kurier 05 Biergartenpass 2012 Ku-Leserreisen FZ Baumagazin 2012 Kurier Card BRK Jahrbuch 2010 Bauen und Wohnen Kurier-Baumesse Tschakka-Bay Kurier Card Ratgeber Gesundheit FZ Baumagazin 211 Wonneproppen 2011 Kurier Shop 2011 Weihnachtliches BT Wirtschaft 10 2011 Weihnachtliches BT Ausbildungsmesse in Bayreuth 6.City-Autosalon Pegnitz Ratgeber Gesundheit Service-König 2011 Heimat-Kurier Heimat-Kurier Kurier Shop Bauen u.Wohnen 2011 BBC-Magazin Umwelt u. Energie
Moderni- sieren 05-2012
Maisels FunRun 2012
Kinder-Ku 05-2012
Biergarten- pass 2012
Ku-Leser- reisen 04-2012
FZ Bau- magazin 2012
Ku-Card 03-2012
BRK Jahr- buch 2011
Bauen u. Wohnen 02-2012
Kurier-Baumesse 02-2012
Tschakka- Bay
Genießer- pass 2012
Ratgeber Gesundh. 2012
Faszina- tion 3D 2011
Wonne- proppen 2011
Kurier Shop 2011
Weihnachtl. Bayreuth 2011
Wirtschaft 10-2011
Ortsport. Bindlach 2011
Ausbildungsmesse in Bayreuth
Autosalon Pegnitz 2011
Top-Arbeit- geber
Service- König 2011
VG Mistelbach 05-2011
Heimat-Ku 02-2011
Kurier Shop
Baumesse 2011
BBC- Magazin 2010
Umwelt u. Energie
UMFRAGE

Nach dem Brand des Kristallbades in Fichtelberg wurden schnell Stimmen laut, dass ein neues Bad gebaut werden soll. FInden Sie, dass Fichtelberg ein Schwimmbad braucht?

Klar. So ein Bad gehört einfach in eine Tourismusgegend wie das Fichtelgebirge!
Quatsch. So ein Bad macht nur Minus. Das braucht kein Mensch!
Mir ist es vollkommen egal, was in Fichtelberg passiert!
Info
Medienführerschein
1
KINO-NEWS

WEITERE ONLINEPORTALE

zum Seitenanfang
www.bayreuth.de | www.festspiele.de | www.bt24.de