30.05.2011, 16:18 Uhr
Von Peter Engelbrecht
MAINLEUS. Ein geplanter „Bayerntag“ der rechtsextremen NPD am 18. Juni im Kulmbacher Land sorgt für Unmut.
100 bis 150 Teilnehmer habe die Partei für die politische Veranstaltung im Dorf Schwarzach (Gemeinde Mainleus) angemeldet, berichtet Kathrin Hensel, Abteilungsleiterin Öffentliche Sicherheit und Ordnung, im Landratsamt Kulmbach. Man könne zwar Auflagen erlassen, das Treffen aber wahrscheinlich nicht verbieten, sagt Hensel.
Das Versammlungsrecht sei ein starkes Recht, Verbote seien nur dann möglich, wenn Straftaten zu befürchten seien. Dieses seien derzeit „nicht erkennbar.“ Nächste Woche soll im Landratsamt ein Koordinierungsgespräch stattfinden.
Schwieriger Querulant
Dreh- und Angelpunkt des Neonazitreffens mit Sonnwendfeier ist ein Schwarzacher Bauer. Der stellt nämlich seine Wiese zur Verfügung. Der 54-Jährige gilt als „schwieriger Typ“ und hat den Ruf, ein Querulant zu sein. Er selbst bezeichnet sich als NPD-Mitglied, früher sei er in der CSU gewesen. Dort habe man ihm aber nahegelegt, auszutreten.
Der Bauer wolle „die Leute ärgern“, sprenge mit Zwischenrufen Parteiversammlungen von CSU und Grünen, berichten Kenner des Dorflebens.
Foto: Archiv/dpa
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