27.05.2011, 20:15 Uhr
Von Udo Meixner
BAYREUTH/MISTELGAU. Am Freitag ist ein umfangreiches „Entwicklungskonzept 2015“ für die Therme Obernsees vorgestellt worden – inklusive baulicher Erweiterungen in allen Bereichen. Geplante Kosten für die Realisierung: rund elf Millionen Euro.
Weniger Besucher, weniger Umsatz: Es muss etwas passieren, damit sich die Therme Obernsees im Wettbewerb der Erlebnisbäder behaupten kann. Deshalb wurde am Freitag ein umfangreiches „Entwicklungskonzept 2015“ vorgestellt – inklusive baulicher Erweiterungen in allen Bereichen. Geplante Kosten für die Realisierung: rund elf Millionen Euro.
Die Weichen für die Zukunft der Therme Obernsees wurden bereits im November 2009 gestellt. Im Zuge eines Fachsymposiums im Landratsamt entwickelten die Mitglieder des Zweckverbandes Therme Obernsees, Architekten und die Betreibergesellschaft GMF gemeinsam Strategien zur Weiterentwicklung der Therme Obernsees. Die damaligen Erkenntnisse wurden im Zuge von drei weiteren Sitzungen zum „Entwicklungskonzept 2015“ mit neun Bausteinen ausgearbeitet.
Große Kindererlebniswelt
Dieses umfasst zum Beispiel den Anbau einer 300 Quadratmeter großen Kindererlebniswelt zwischen der bestehenden Rutsche und dem Außenbecken im südlichen Bereich der Therme. Dieser Spielbereich wird aufgeteilt für Kinder im Alter von bis zu sechs sowie von sechs bis zwölf Jahren.
Das jetzige Kinderbecken wird durch eine Textilsauna und eine neue Dampfgrotte ersetzt. Die heutige Dampfgrotte wird zum Wärmeraum.
60 Meter lange Doppelrutsche
Gebaut wird eine neue, 60 Meter langen Doppelrutsche, deren Einstieg im mittleren Trakt der Badewelt liegt und die im bestehenden Außenbecken des Kinderbereichs endet.
Ebenfalls neu gebaut wird ein 120 Quadratmeter großer Ruheraum im direkten Anschluss an die westliche Fassade.
Die Attraktivierung des Außenbeckens im oberen Bereich der Badewelt erfolgt durch einen Strömungskanal und zwei Sprudelbuchten.
Durch die Überbauung des jetzigen Personalparkplatzes wird Platz geschaffen für die Erweiterung der Umkleiden sowie Neubau von Duschen, Toiletten und Neugestaltung des Zugangs zur Sauna.
Themensauna
Geplant ist ferner eine Themensauna oberhalb des bestehenden Saunagartens inklusive dreier Baukörper aus Holz und Glas, zweier Teiche und einer in den Hang hinein gebauten „Kellersauna“.
Ebenfalls eine Option ist der Neubau eines 25 Quadratmeter großen Whirlpools im Außenbereich. Der bestehende, kleine Whirlpool wird nach innen verlegt und ersetzt dort den „Kneippcanyon“.
Ausgebaut werden soll schließlich auch der Gastronomiebereich in der Saunalandschaft: Bar und Korbstühle weichen einer „Saunalounge“, das bestehende Flachdach wird für Außengastronomie genutzt.
Staatliche Förderung Badewelt: 55 Prozent
Gernot Geyer, Geschäftsleiter des Zweckverbandes Therme Obernsees, erläuterte die Kosten in Höhe von rund elf Millionen Euro: 5,83 Millionen Euro entfallen dabei auf den Ausbau der Badewelt, 4,05 Millionen Euro auf die Erweiterung der Saunalandschaft und 1,1 Millionen Euro sind Bauneben- und Planungskosten.
Laut Geyer ist eine staatliche Förderung für den Ausbau der Badewelt in Höhe von 55 Prozent – oder drei Millionen Euro – realistisch. Sechs Millionen müssten über Darlehen finanziert werden, 1,5 Millionen über eine Investitionsumlage, die die Mitglieder des Zweckverbandes zu schultern hätten.
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