25.05.2011, 19:08 Uhr
KULMBACH. Für die geplante Auflösung des DFB-Stützpunktes Kulmbach zeigt Landrat Klaus Peter Söllner kein Verständnis.
Bereits Anfang vergangener Woche hatte er sich mit einem Schreiben an den Deutschen Fußball-Bund gewandt und darum gebeten, die Fußball-Talentschmiede, die auf den Sportanlagen der Kulmbacher Realschule untergebracht war, beizubehalten. Jetzt hat er vom Leiter der DFB-Hauptabteilung Sport, dem Bundesliga-Schiedsrichter Felix Brych, eine abschlägige Antwort erhalten.
„Das ist enttäuschend. Wir haben als Landkreis dem DFB ja seit Jahren Gastrecht gewährt und seine Aktionen auch sonst immer unterstützt. Besonders traurig ist der Umstand, dass wir von den Plänen durch Zufall, nämlich von Eltern betroffener Kinder, erfahren haben“, sagte Landrat Söllner.
"Realitätsfern"
Als realitätsfern bezeichnet er den Hinweis Brychs, für die Kinder aus dem Landkreis Kulmbach sei die Fahrstrecke nach Bayreuth durchaus zumutbar. Bayreuth will der DFB nun zum Nachwuchsleistungszentrum ausbauen. Söllner hält das für eine Zumutung den Eltern gegenüber: „Bayreuth wäre für sie ja eine halbe Weltreise. Hier wird der Stützpunkt Bayreuth auf Kosten von Kulmbach aufgebaut.“
2008 hatte Söllner noch die damals bereits erwogene Schließung verhindern können.
sam/Foto: dpa
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