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16.05.2011, 16:13 Uhr

 

Facebook: Israelis nennen Kind nach "Gefällt mir"-Button

TEL AVIV. Früher ließen sich werdende Eltern in Israel von der Bibel inspirieren, heute verlassen sich manche lieber auf das Internet. Das Ehepaar Lior und Vardit Adler aus Hod Hascharon bei Tel Aviv jedenfalls nannte seine neu geborene Tochter Like - nach dem Like-Button (Gefällt-mir-Knopf) des sozialen Netzwerkes Facebook.

 

"Facebook schafft heute Revolutionen", begründete Vater Lior die ungewöhnliche Namenswahl am Montag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Allerdings müsse das nicht auf seine Tochter abfärben: "Ich will nicht unbedingt eine Revolutionärin großziehen", räumte er ein.

Name Like als "vorbeugende Maßnahme"

Das Ehepaar Adler hat den Namen Like auch als vorbeugende Maßnahme gewählt. Wenn schon alle Freunde und Bekannten den Like-Button anklicken, sobald sie die ersten Bilder des süßen Babys sehen, dann könne man das Mädchen auch gleich so nennen, lautet die Logik.

Wie recht die Adlers hatten: Über 40 Mal hätten Facebook-Freunde den Knopf schon angetippt, berichtete die Tageszeitung "Maariv".

Und dass es sich die stolzen Eltern mit dem Namen wirklich nicht einfach gemacht haben, lässt auch folgende, etwas hintersinnige Begründung des Vaters erahnen: "It's my girl, my love and I like her (Sie ist mein Mädchen, meine Liebe und sie gefällt mir)."

Freunde werden die Stirn runzeln

Vater Lior Adler geht fest davon aus, dass Familie und Freunde wegen des ungewöhnlichen Namens die Stirn runzeln werden. "Sie glauben das einfach nicht", sagte er. Und hat er Sorgen, dass die Tochter ihre Eltern irgendwann verfluchen wird? "Ich habe sie gefragt, aber sie hat nicht geantwortet", sagte der Vater lachend.

Irgendwie sind die Adlers auch Wiederholungstäter. Die Namen für die ersten beiden Mädchen fanden sie beim gemeinsamen Hobby, dem Kochen. Das eine heißt Dvasch (Honig) und das andere Pie (Kuchen).

Fünf beliebteste Namen

Übrigens: Die fünf beliebtesten Namen für neugeborene jüdische Mädchen in Israel lauten nach der Statistik: Noa, Shira, Maya, Tamar und Yael. 

dpa/Symbolbild: pa




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