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14.05.2011, 15:07 Uhr

 

Gefrees soll Steuern sparen - Rechtsaufsicht mahnt Räte

GEFREES. Der Gefreeser Haushalt ist nun auch vom Landratsamt abgesegnet, einschließlich der geplanten Kreditaufnahme von 1,6 Millionen Euro.

 

Der Gefreeser Stadtrat machte sich vor Ort ein Bild vom Stand der Arbeiten am Künnethschen Palais und der möglichen Außengestaltung.Foto: Tomis-Nedvidek

Auch wenn die Stadt nach wie vor eine freie Finanzspanne von 288.961 Euro hat und ihre dauernde finanzielle Leistungsfähigkeit anerkannt wurde, sieht die Rechtsaufsicht fürs kommende Jahr Handlungsbedarf.

Millionen Euro Schulden

Bei einem prognostizierten Schuldenstand von 5.117.000 Euro zum Jahresende mahnt das Landratsamt zur Ausschöpfung der Einnahmen. Seit 1987 liegen die Grundsteuern A und B in Gefrees stabil bei 310 von Hundert, anders als die Gewerbesteuer wurden sie nicht erhöht. Die Rechtsaufsicht fordert den Stadtrat auf, intensiv über eine Anhebung auch über den Landesdurchschnitt nachzudenken. Sollte die Stadt im nächsten Jahr einen Kredit benötigen, so dürfte sie um eine Anhebung der Grundsteuern A und B kaum herumkommen.

Gefreeser sollen vom Palais profetieren

Die Sanierung des Künnethschen Palais hat für die Bürger im Naherholungsgebiet einen positiven Nebeneffekt. Sie sollen möglicherweise besser durch eine Brücke ans Stadtgebiet rund ums Künnethsche Palais angeschlossen werden. Denn dafür gibt es 60-prozentige Zuschüsse im Rahmen der Städtebauförderung.

Landschaftsarchitektin Silvia Eichner stellte dem Stadtrat ihre Gestaltungsideen fürs Außengelände des Künnethschen Palais vor. Sie ist froh, dass der Grundstücksnachbar grünes Licht für eine großzügige Gestaltung unter Einbeziehung von Teilen seines Grundstücks gibt. Zu den Ideen der Architektin gehören auch in Richtung Lübnitz eine zweireihige halbbogenförmige Steintreppe und eine Bühne. Auch eine indirekte Beleuchtung des Künnethschen Palais und der angedachten Bäume im Zugangsbereich des Grundstücks ist im Gespräch.

Die Einweihung des Künnethschen Palais soll nun doch nicht ohne die fertige Gestaltung der Außenanlagen stattfinden. Somit dürfte es wohl Herbst werden, ehe es so weit ist. Im Inneren wird indes weiter kräftig gearbeitet. Eine der beiden historischen Treppen durfte durch eine nutzbare neue Treppe ersetzt werden. Die bestehende zweite historische Treppe musste aufgrund ihres – nach heutigen Verhältnissen – zu niedrigen Geländers abgesperrt werden.

Krippe am Bahnhofsgelände

Keine Besserung eingetreten ist in Sachen Wertstoffcontainer an der Realschule. Noch immer wird dort illegal Hausmüll entsorgt oder neben den Containern abgelagert. Sollte dies so andauern, so ist der Containerstandort ernsthaft in Gefahr. Bürgermeister Harald Schlegel appelliert noch einmal an die Bürger. Dem Bau der neuen zentralen Kinderbetreuungseinrichtung am ehemaligen Bahnhofsgelände steht so gut wie nichts mehr im Wege.

Zu den bereits bewilligten 683.900 Euro für die Krippe kommen damit weitere 680.000 Euro hinzu. Damit erhält die Stadt 1 363 000 Euro Förderung für ihr rund vier Millionen Euro schweres Großprojekt.

stn




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