05.05.2011, 18:03 Uhr
BAYREUTH. Die Planungen für die Landesgartenschau 2016 in Bayreuth schreiten voran. Oberbürgermeister Michael Hohl (CSU) präsentierte am Donnerstag den Siegerentwurf eines Wettbewerbs für das Konzept der Ausstellung und die dauernde Nutzung des neuen Mainauenparks. Unter dem Motto "Zu Gast bei Wilhelmine in Bayreuth" soll eine neue Parkanlage entstehen, die die historische Innenstadt, den Hofgarten und die Eremitage miteinander verknüpft.

Die Anlage soll im Besonderen an die gartenkünstlerische Tradition der Stadt zur Zeit der Markgräfin Wilhelmine (1709-1759) erinnern. Die Lieblingsschwester Friedrich des Großen habe eine Vorreiterrolle in der Gartenkunst des 18. Jahrhunderts gespielt, sagte der Vorsitzende der Jury, der Nürnberger Landschaftsarchitekt Gerd Aufmkolk. Mit ihrem großen Verständnis für Natur, Landschaft und Garten habe sie als erste Fürstin in Deutschland den neuen Stil des englischen Gartens eingeleitet.
Generationenübergreifender Sport- und Erholungspark
Unter 41 Einsendungen aus dem ganzen Bundesgebiet und der Schweiz wählte die 15-köpfige Jury den Vorschlag des Berliner Landschaftsarchitekturbüros Hahn Hertling von Hantelmann aus. "Uns war wichtig, die vorhandene, durch die A 9 getrennte Flussaue des Roten Maines weiterzuentwickeln, zu einem Aufenthaltsraum zu machen, der Erholungsaufgaben wahrnehmen kann", betonte Aufmkolk. Für knapp zehn Millionen Euro solle kein klassischer Stadtpark entstehen, sondern ein generationenübergreifender Sport- und Erholungspark.
Oberbürgermeister Hohl sagte: "Bayreuth blüht auf." Die Umsetzung des sehr attraktiven Siegerentwurfs werde die Lebensqualität in Bayreuth über die Landesgartenschau hinaus nachhaltig verbessern. Mit dem ersten Arbeiten auf dem rund 56 Hektar großen Areal wird nach Angaben der Geschäftsführerin der Landesgartenschaugesellschaft, Dagmar Voß, voraussichtlich im Herbst 2012 begonnen.
dpa
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