24.04.2011, 19:15 Uhr
Von Dirk Feustel
NÜRNBERG. Der 1. FC Nürnberg und der FSV Mainz 05 trennen sich nach einem mäßigen Spiel, das keinen Sieger verdient hatte, mit einem torlosen Unentschieden. Damit bleibt der Club weiterhin auf Platz 6 der Tabelle. Mainz verteidigt Platz 5, der zur Teilnahme an der Euro League berechtigt.
1. FC Nürnberg gegen Mainz 05: ein Spiel, bei dem bei einem FCN-Dreier Nürnberg zum ersten Mal in dieser Saison unter die ersten Fünf der Tabelle kommen und eben Mainz zum ersten Mal aus den ersten Fünf herausrutschen konnte. Es ging also um einiges am 31. Spieltag, berechtigt doch Platz 5 zur Teilnahme an der Euro League und damit am internationalen Geschäft.
Und beide Mannschaften stellten von Beginn an unter Beweis, dass sie genau dafür auch die notwendige Qualität besitzen. In diesem Falle nicht etwa aufgrund überragender
offensiver Gedankenblitze und damit verbundener Abschlüsse auf beiden Seiten. Sondern, weil sowohl Nürnberg als auch Mainz taktisch äußerst diszipliniert spielten und durch
den jeweiligen läuferisch enorm hohen Aufwand das Spiel der anderen effektiv störten. So kam es auch in den ersten 30 Minuten kaum zu Möglichkeiten. Die beste auf Nürnberger
Seite hatte Mehmet Ekici in der 20. Minute mit einem Freistoß aus etwa 25 Metern, mit dem er zum Glück für Mainz nur den Außenpfosten traf. Auf Mainzer Seite kam in der 29.
Minute Christian Schulz beinahe ungestört im Nürnberger Strafraum zu einer Volley-Abnehme, die jedoch weit über das Tor ging.
Glück für Nürnberg
Sechs Minuten später dann hatte der Club Dusel: nach einem Steilpass in die Schnittstelle der Nürnberger Abwehrkette war es der Mainzer Elkin Soto, der aus kurzer Distanz und vollem Lauf nur ganz wenige Zentimeter rechts am Nürnberger Gehäuse vorbei schoss. Durchatmen bei den Franken, die sich in der Folgezeit noch schwerer taten, gefährlich vor das Tor der Gäste zu gelangen. Viele kleine Fehler ließen das Franken-Spiel jetzt unrund wirken. Durchdachte Aktionen waren gleichsam Mangelware. Aber auch die Mainzer, die sich vermehrt auf Konterfußball versteiften, tauchten bis zur Pause nicht mehr gefährlich vor Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer auf. So stand es zur Pause leistungsgerecht 0:0.
Gleiches Spiel nach der Pause
Die ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff brachten erst einmal nichts neues. Mainz verteidigte tief gestaffelt, immer bereit für pfeilschnelle Tempogegenstöße, zu denen es aber nicht kam. Und Nürnberg fand weiterhin nicht den passenden Schlüssel, um die Gästedefensive zu öffnen. So sahen die fast 48.600 Zuschauer in der ausverkauften Nürnberger Arena bis zur 65. Minute weiterhin keine Torchancen. Stattdessen prägten viele Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe auf beiden Seiten das Geschehen, das jetzt doch irgendwie so dahin plätscherte. Es kam nicht einmal zu nennenswerten Situationen aus Ecken oder Freistößen, da es dergleichen nicht zu verzeichnen gab.
In der 70. Minute dann endlich einmal ein Weckruf. Allerdings durch die Mainzer. Andre Schürrle tanzt im Nürnberger Strafraum drei „Clubberer“ aus. Dann frei vor dem Tor
schlenzt er aber den Ball aus zehn Metern über das Tor. Jetzt war wieder etwas mehr Feuer in der Begegnung. Denn auch der Club verstärkte wieder seine Offensivbemühungen, von denen
zuvor kaum mehr etwas zu sehen war. Allerdings ohne Ergebnis.
In den letzten fünf Minuten schien es so, als würden sich beide Mannschaften mit dem Unentschieden arrangieren. Weder Nürnberg noch Mainz zeigten nämlich so etwas wie eine Schlussoffensive. Ergebnissicherung war angesagt. Nur einmal noch gab es Aufregung. Nämlich als Mainz' Schlussmann Christian Wetklo in der 90+2. Minute den Ball außerhalb des Straufraums mit der Hand spielte. Das hätte mit Rot und einem Freistoß aus 18 Metern geahndet werden müssen. Es wäre vielleicht noch einmal eine gute Chance für den Club gewesen. Schiedsrichter Manuel Gräfe aber ließ die Pfeife stecken. Und so blieb es am Ende in einem vor allem in der zweiten Hälfte mäßigen Spiel zweier gleichstarker Teams beim Remis, das im Kampf um Platz 5 vor allem den Mainzern nützt. Nürnbergs Trainer Dieter Hecking sagte nach der Begegnung: "Es ist ärgerlich, dass wir nur 0:0 gespielt haben. Aber es ist weiterhin alles möglich."
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
| Uni-Studio besteht Test 24.05.2012 |