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21.04.2011, 20:38 Uhr

 

Rudolf Kurz sammelt alles über Ludwig II. – Museum stellt es aus

Von Werner Reißaus

NEUENMARKT. Landrat Klaus Peter Söllner hat im Deutschen Dampflokomotiv-Museum (DDM) in Neuenmarkt die Wechselausstellung „Ludwig II. – König von Bayern und seine Zeit“ eröffnet. Die Exponate stammen aus der Sammlung von Rudolf Kurz aus Marktschorgast.

 

Rudolf Kurz ist großer Fan des bayerischen Königs Ludwig II. Foto: Fölsche

„Seit 125 Jahren ist König Ludwig II. nun schon tot – lebt aber in Marktschorgast doch noch weiter!“ Mit diesen Worten eröffnete Landrat Klaus Peter Söllner dieser Tage die Wechselausstellung „Ludwig II. – König von Bayern und seine Zeit“ im Deutschen Dampflokomotiv-Museum.

Rudolf Kurz aus Marktschorgast ist passionierter Fan des Märchenkönigs und beschäftigt sich schon weit über 40 Jahre mit Ludwig II. Sein Interesse an Ludwig II. wurde schon früh durch ein Buch seiner Mutter geweckt. Die Eröffnung der Ausstellung hatte einen überwältigenden Besuch, der deutlich macht, über welche Fangemeinde Rudolf Kurz und damit auch König Ludwig II. verfügt.

Szenen aus alten Sagen

Landrat Klaus Peter Söllner ging kurz auf die Vita des Märchenkönigs ein, der am 25. August 1845 geboren wurde: „Er war ein Monarch, der nach einem mystisch geprägten Idealbild eines christlichen Königtums strebte und sich träumerisch alte Sagenszenen vorführen ließ. Politische Initiative zeigte er während seiner Regierungszeit kaum.“ Privat ließ er die Königsschlösser Herrenchiemsee, Neuschwanstein und Linderhof errichten, die für den bayerischen Staat damals keinen offensichtlichen Nutzen hatten und eigentlich nie dem „gemeinen Volk“ zugänglich gemacht werden sollten. Auf seiner Frankenreise fuhr König Ludwig II. auch durch Oberfranken und musste am 13. November 1866 im Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg sogar einen Zwangshalt einlegen.

Je mehr sich Rudolf Kurz mit dem Märchenkönig beschäftigte, desto mehr wollte er über diesen Mann wissen. Landrat Söllner: „Der erste Besuch auf den Königsschlössern im Jahr 1970 bestärkte ihn, Ludwig II. als ernstes Hobby zu betrachten und alles zu studieren, zu sammeln, zu erkunden und mit anderen auszutauschen. Er hat eine stattliche Sammlung zusammengetragen.“




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