31.03.2011, 17:47 Uhr
Von Gunter Becker
BAYREUTH. „Gymnasium Illustre“ heißt ein schulinternes Programm, mit dem das Gymnasium Christian Ernestinum (GCE) jene seiner Schüler besonders fördern will, die besonders begabt sind. Rund 70 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis zehn wurden in einem aufwendigen Auswahlverfahren auserkoren, an dem Programm teilzunehmen, das laut Lehrer Franz Eisentraut aber keine Zweiklassengesellschaft in der Schule schaffen soll.
Es gehe nicht darum, sagt Ideengeber Eisenkraut, dass Schülerinnen und Schüler sich in besonderen Kursen in die Relativitätstheorie von Albert Einstein vertiefen. Vielmehr stehen persönlichkeitsfördernde Inhalte und die Schulung von Sachkompetenz im Vordergrund. „Wir haben viele sehr begabte Schülerinnen und Schüler an der Schule, um die man sich nicht in gleichem Maße gekümmert hat wie um die leistungsschwächeren Schüler. Das soll nun mit dem Programm Gymnasium Illustre geändert werden.“
Keine Konkurrenz zum MWG
Das Programm Gymnasium Illustre solle keine Konkurrenz zur Hochbegabtenklasse am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums (MWG) darstellen, betont Eisenkraut. Im Gegensatz zum MWG blieben am GCE die Klassenverbände ebenso wie alle weiteren Strukturen erhalten. Ändern werde sich aber das Zeitmanagement. Denn Schüler wie auch die 20 Lehrer, die sich in das Begabtenförderprogramm einbringen, müssen Freizeit opfern, um das Gymnasium Illustre mit Leben zu füllen.
Die Wahl des Namens Gymnasium Illustre für das Begabtenförderprogramm bezieht sich auf den ursprünglichen Namen der 1664 gegründeten Schule „Gymnasium Illustre Collegium Christian-Ernestinum“. Mit der Wahl wolle man betonen, so Lehrer Franz Eisenkraut, dass es sich um ein schulinternes Programm handelt.
Foto: Ritter
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