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21.03.2011, 11:42 Uhr

 

Waste spielt mit befreundeten Bands beim „Keepin it Alive“-Festival

Von Jakob Struller

BAYREUTH. Als Musiker hat man es manchmal nicht leicht: Entweder es kommt gar niemand zum Konzert oder, wenn wer kommt, bewegt sich keiner. Die Jungs von der Bayreuther Band Waste können ein Lied davon singen: Sie tourten auf eigene Faust durch Deutschland und spielten in Städten wo sie kein Mensch kannte.

 

Spaß hat’s ihnen trotzdem gemacht. Als großen Abschluss für ihre „Tour it yourself“-Tour haben die vier Bayreuther mal eben ein Festival organisiert: am Samstag spielten sie mit vier Bands im Komm das „Keepin’ it alive“-Festival. Und hatten überhaupt keine Publikums-Probleme: Als Waste auf die Bühne kam, feierte ein gut gefülltes Komm die Lokalmatadoren.

"Verrückte Meute reißt Komm nieder"

Frontmann, Sänger und Keyboarder Steffen forderte zum krönenden Tour-Abschluss völlige Eskalation. „Damit morgen in der Zeitung steht: ,Verrückte Meute reißt Komm nieder’“. Ganz so drastisch muss die Schlagzeile nicht ausfallen. Aber - in der Heimat hat man es als Musiker doch leichter - die Meute war gekommen, schüttelte auf Befehl der Band die Hüften und die Haare. Die erste Reihe konnte sogar die Lieder mitsingen, offenbar läuft Waste auch auf manchem Bayreuther iPod.

Schüchternes Publikum

Schwerer hatten es da die anderen Kapellen, die Waste ins Komm geladen hatte: Selbst mit Heimvorteil musste die Bayreuther Electro-Blues Gruppe Snowdog Project vor einem so gut wie leeren Saal spielen. Die Forderung, doch mal ’n bisschen näher zu kommen war im Programm aller Bands. Die Sängerin von Electric Love hatte für ihren rauen, schnellen Punkrock immerhin schon einige Zuhörer, wenn die sich auch noch in Zurückhaltung übten.

Aber nach und nach kamen nicht nur immer mehr Zuhörer ins Komm, sie trauten sich auch näher an die Bühne. Zu den Songs der Dazy Nerds feierte der harte Kern bereits. Die Dazy Nerds kommen aus Bad Windsheim und hatten sowohl gefühlvolle Balladen wie auch härtere Stücke im Programm. Bei beidem beeindruckte der Sänger mit seiner hohen, außergewöhnlichen Stimme.

Die letzte Band vor Waste sang Deutsch, heißt Leo hört Rauschen und schaffte mit Indie-Rock und guter Show, die Leute mitzureißen.

Foto: Nüßlein




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