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23.01.2011, 11:31 Uhr

 

Prunksitzung der Bayreuther Mohrenwäscher im Gemeindehaus macht vor, wie Integration funktioniert

Von Heike Hampl

BAYREUTH. Die Stadt Bayreuth und die Faschingsgesellschaft Bayreuther Mohrenwäscher haben es bewiesen: Integration behinderter Menschen funktioniert am besten, wenn man nicht über sie spricht, sondern sie einfach betreibt.

 

Mitmachen statt sitzen bleiben: Bei der Prunksitzung im Gemeindehaus holt die schöne Stimmung viele von den Stühlen.
Mitmachen statt sitzen bleiben: Bei der Prunksitzung im Gemeindehaus holt die schöne Stimmung viele von den Stühlen.
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Mitmachen statt sitzen bleiben: Bei der Prunksitzung im Gemeindehaus holt die schöne Stimmung viele von den Stühlen.
Da haut es auch die Löcher aus dem Käse: Die Prunksitzung der Mohrenwäscher und der Stadt für Menschen mit und ohne Handicap war auch in diesem Jahr ein großer Erfolg. Fotos: Harbach
Ob jung, ob alt – Fasching macht jedem Spaß.
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Rund 250 Menschen haben am Samstagnachmittag im großen Saal des evangelischen Gemeindehauses geklatscht, geschunkelt und gesungen und damit die Prunksitzung der Bayreuther Mohrenwäscher zu einem vollen Erfolg gemacht. Zum zweiten Mal wurde die Sitzung für Menschen mit und ohne Behinderung abgehalten. Vertreter aller sozialen Verbände aus Bayreuth folgten der Einladung ins Gemeindehaus, um gemeinsam mit interessierten Bürgern zu feiern.

Jürgen Völkel, Präsident der Mohrenwäscher, betont, dass es schon seit der Gründung der Faschingsgesellschaft im Jahr 2006 Ziel des Vereins gewesen sei, seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Völkels Parole lautet: „Der Fasching gehört allen!“. Schirmherr der Veranstaltung war Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, der den Mohrenwäschern in seinem Grußwort einen großen Dank für ihre sozialen Bemühungen aussprach.

Schon bei der ersten Tanzeinlage machte sich ein Lächeln auf den Gesichtern der Besucher breit. Die siebenjährige Laura fetzte bei ihrem Funkentanz zu den Melodien der Fernsehserien „Löwenzahn“ und „Sesamstraße“ über die Bühne. Auch beim Schautanz der Mohrensplitter staunten die Gäste nicht schlecht. Bei ihrer Interpretation des Musicals „Der Glöckner von Notre Dame“ trumpften die 13 Tänzerinnen und Tänzer mit waghalsigen Hebefiguren auf.

Sinnlich ging es auf der Bühne dann dank der Bauchtanzgruppe Delaria zu. Beim Anblick der leicht bekleideten Tänzerinnen gerieten die Mitklatschenden oftmals aus dem Takt, natürlich nur wegen dem schnellen Rhythmus der orientalische Musik, zu der die Frauen ihre Hüften kreisen ließen. Die Jugend der Faschingsgesellschaft Wikinger aus Bad Berneck stellte ihren Piratentanz zur Schau, der vom Publikum ebenso freudig aufgenommen wurde wie die kleine Mohrengarde mit ihren elf Tänzerinnen, die im rot-blau-weißen Kostüm die langen Zöpfe schwangen.

Fotos: ha




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