10.01.2011, 16:30 Uhr
Von Torsten Ernstberger
BAYREUTH. Mit dem vergangenen Jahr ist auch ein Stück Bayreuther Restaurant-Tradition zu Ende gegangen. Nach 29 Jahren in der Küche und hinter dem Tresen öffneten Eva und Dusan Skof die „Holländer-Stuben“ in der Nibelungenstraße an Silvester zum letzen Mal.
Im Restaurant erinnert in diesen Tagen nicht mehr viel an ein beliebtes Esslokal, in dem sich Einheimische sowie Festspielgäste und Künstler aus aller Welt die Klinke in die Hand gaben. Die Küche ist leer geräumt, Bilder abgehängt und dort, wo einst Tische und Stühle standen, finden sich Kisten mit Gläsern, Geschirr und Besteck. „Es ist schon ein großes Stück Wehmut dabei“, sagt Dusan Skof.
Neuer Eigentümer plant Wohnungen
Dieses Gefühl verstärkt sich, wenn er auf die Geschichte des Hauses blickt. Er kramt ein Foto aus den 30er Jahren aus einer Kiste und sagt: „Über 80 Jahre war in diesem Gebäude Gastronomie beheimatet.“ Bis zuletzt hoffte Skof, dass ein Nachfolger die Tradition am Leben erhält. Doch der neue Eigentümer des Hauses in der Nibelungenstraße hat andere Pläne. Er wird das Lokal zu Wohnungen umbauen.
Die Skofs selber verabschieden sich aus dem Gastronomiebereich. „Wir planen nichts für die Zukunft, irgendwann muss Schluss sein“, ist sich das Ehepaar einig. Sie sind all ihren Gästen sehr dankbar, dass sie gemeinsam „drei wahnsinnig tolle Jahrzehnte“ in den „Holländer-Stuben“ erleben durften.
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