BAYREUTH. Es ist kalt. Irgendjemand reicht heißen Kaffee herum. Doch die Schüler der Klasse 8a der Schule in St. Georgen denken gar nicht ans Kaffeetrinken. Zu sehr sind sie mit dem beschäftigt, was sie hier tun.
Statt im Klassenzimmer zu büffeln, lernen sie an diesem Vormittag eine Lektion fürs Leben. Sie packen Lebensmitteltüten für Menschen, denen es nicht so gut geht.
540 Einkaufstüten müssen mit Lebensmitteln gefüllt werden – ein Berg Arbeit. Seit Jahren finanziert die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ diese
Tütenpackaktion, die die Wohlfahrtsverbände organisieren. Eine Aktion, die Menschen ein kleines bisschen Weihnachtsfreude bereitet, in deren Leben es sonst nicht recht fröhlich
zugeht.
In diesem Jahr ist allerdings etwas anders: Während sonst Mitarbeiter von Diakonie, Rotem Kreuz, Paritätischem Wohlfahrtsverband, Caritas und Arbeiterwohlfahrt Stollen, Kaffee und Co
verpackten, sind es diesmal Schüler aus St. Georgen. Deren Kunstlehrerin Antje Müller-Berndt hatte ihnen von der Aktion erzählt und so entstand die Idee, mitzuhelfen, um denen zu
helfen, denen es nicht so gut geht. Kurzentschlossen wurde ein Projekt aus der Idee und 20 Schüler packten beherzt mit an, als im Schneidermarkt am Meranierring die Tüten gepackt
wurden.
Etwas Leckeres
Auch in diesem Jahr kamen wieder hochwertige Lebensmittel in die Tüten. Stollen, Kaffee, Schokolade, Marmelade, eine Dose Wurst, Honig, Tee, Käse. Wichtig, erklärt Christiane
Sternsdorff vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, sei natürlich, dass die Lebensmittel länger haltbar sind. Außerdem werde auf Qualität geachtet – die
Bedürftigen in Stadt und Landkreis Bayreuth sollen zu Weihnachten schließlich nicht vor dem kargen Mahl sitzen, das sie tagaus tagein haben, sondern genießen können, für
was sonst kein Geld da ist.
Foto: Lammel
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