KÖLN/BAYREUTH. Das deutsche Nord-Süd-Gefälle bei der Wirtschaftskraft wird nach einem neuen Ranking immer stärker. In die Top Ten schafft es demnach nur noch eine einzige Stadt aus dem Norden, nämlich Wolfsburg (Platz 5).
Alle anderen neun Städte liegen in Bayern oder Baden-Württemberg, angeführt von München, Erlangen und Ingolstadt.
Die am Freitag veröffentlichte Studie wurde von der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der "Wirtschaftswoche" in Auftrag gegeben. Erstmals wurden die 100 statt wie
bisher die 50 einwohnerstärksten kreisfreien Städte berücksichtigt. Der Vergleich gliedert sich in ein "Niveau-Ranking", das den Ist-Zustand anzeigen soll, und ein "Dynamik-Ranking"
zur jüngsten Entwicklung der Städte. Bei früheren Untersuchungen mit etwas anderer Systematik schnitten einzelne Städte aus der Nordhälfte Deutschlands noch besser
ab.
Bayreuth ist zweitdynamischste Stadt Deutschlands
Am dynamischsten entwickelt haben sich danach Stralsund, Bayreuth und Greifswald. Ganz unten auf Platz 100 steht Wuppertal. Das bevölkerungsstärkste Land Nordrhein-Westfalen gibt
überhaupt eine schlechte Figur ab. Als "Wohlstandsinseln" bezeichnen die Autoren Düsseldorf, Münster und Mülheim an der Ruhr. Das Ruhrgebiet schneidet mit Ausnahme von
Mülheim katastrophal schlecht ab.
"Bayreuth ist auf dem richtigen Weg"
Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl sieht in dem guten Abschneiden ein klares Signal, dass man in Sachen strategischer Stadtentwicklung auf dem richtigen Weg ist. "Die Stadt, Bayreuths
Bürger und Unternehmen - wir alle ziehen letztlich an einem Strang, und die Richtung, in die wir ziehen, scheint zu stimmen", freut sich der OB. Dass Bayreuth sich nun schon zum wiederholten
Male in verschiedenen Rankings als lebenswerte Stadt mit großem Entwicklungspotential profiliere, sei für die Stadt und die ganze Region mit einem nicht zu unterschätzenden
Imagegewinn verbunden. "Wir sollten das als Bestätigung, aber auch als weiteren Ansporn für unsere gemeinsamen zielgerichteten Bemühungen um ein attraktives Bayreuth
verstehen."
Offenbar werde die Attraktivität, die Bayreuth ausstrahle, und das Potential, das in der Stadt stecke, jenseits der Region wesentlich positiver wahrgenommen, als vor Ort vermutet, so der OB
weiter. "Wir haben keinen Grund unser Licht unter den Scheffel zu stellen. Es ist gut, dass uns solche Rankings immer wieder einmal genau daran erinnern." Die jüngste Studie soll jetzt im
Rathaus einer eingehenden Analyse unterzogen werden.
dpa/red/Foto: Lammel
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