BINDLACH. Selbstbewusstsein zeigen, Verantwortung übernehmen lauten die Ziele für die Zukunft, die sich die Damen der Frauenunion auf die Fahnen geschrieben haben.
Bei ihrer Feier zum 25jährigen Bestehen des Kreisverbands Bayreuth-Land zeigten sie, dass sie die erst kürzlich beschlossene Frauen-Quote der CSU als Chance begreifen, den ihnen
zustehenden Anteil an der politschen Verantwortung auch einzufordern und auszufüllen.
„Frauen stellen mehr als fünfzig Prozent der Bevölkerung“, erinnerte Kreisvorsitzende Christa Reinert-Heinz in ihrer Begrüßung an die Verteilung der Geschlechter in
der Bundesrepublik. Die Frauenunion kämpfe schon sehr lange für einen höheren Anteil von Frauen in Führungspositionen. Dass die Frauen-Quote in der CSU beschlossen wurde, gebe
an diesem Abend doppelt Grund zum Feiern, die Diskussion sei aber noch lange nicht abgeschlossen. „Wir haben jetzt die Chance, die CSU weiblicher zu machen“.
Weiblich auch das Rahmenprogramm an diesem Abend: die „Swing-Ladies“ sorgten für die Musik und eine Modenschau bot einen Ausblick, wie Frau sich stilsicher kleidet.
Eine, die schon lange für die Ansprüche der Frauen in der Partei kämpft, ist die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler, Gastrednerin und Ehrengast an diesem Abend. „Das
Wertvollste der Partei sind die Frauen“, urteilte sie. Sie seien es, die in Schulen, Kindergärten und auf den Märkten unterwegs seien und die Inhalte repäsentierten und
vermittelten. Um dies ganz Allgemein und bei den männlichen Kollegen stärker ins Bewusstsein zu rücken, liege jedoch noch viel Arbeit vor den Frauen: „Wir müssen noch mehr
Themen besetzen, die Frauen interessieren, das Mentoring-Programm fortsetzen, ein starkes Netzwerk aufbauen.“
Wie schwer die Anfänge der Frauen auf dem politischen Parkett waren, davon konnten Monika Busch und Gisela Hübner erzählen, die für 30, beziehungsweise 37 Jahre Mitgliedschaft
in der Frauen-Union geehrt wurden. Busch, die den damals ersten Ortsverband des heutigen Kreisverbands in Creußen gründete, musste sich von dem damaligen Bürgermeister bei der
Gründungsversammlung 1983 noch anhören, die Frauen-Union sei „überflüssig wie ein Kropf“. Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer erinnerte sich, sie sei in der
Rückschau für viele Männer in der CSU „die totale Überforderung“ gewesen.
Heute umfasst der Kreisverband zehn Ortsverbände mit 321 Mitgliedern. Christa Reinert-Heinz hofft, dass im nächsten Jahr ein weiterer im südlichen Landkreis hinzu kommt. Zwar war an
diesem Abend mit den Gästen eine fast geschlossene Frauen-Union-Gesellschaft vertreten, doch Dr. Angelika Niebler hatte trotzdem vorgesorgt und neben einem Stapel an Visitenkarten für die
Netzwerk-Bildung auch ausreichend Mitglieds-Anträge für die Frauen-Union und die CSU mitgebracht.
hes/Foto: Schwandt
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