ABU DHABI. In einem spannende Qualifying konnte sich Sebastian Vettel den ersten Startplatz sichern, der für das finale Rennen der Saison enorm wichtig sein könnte.
Damit hat sich der Heppenheimer seine zehnten Pole Position der Saison geholt und hat seine Chancen auf den Formel-1-Titel gewahrt. Alle Trümpfe im Wüsten-Showdown von Abu Dhabi hält
jedoch Ferrari-Star Fernando Alonso in der Hand, der am Samstag hinter McLaren-Fahrer Lewis Hamilton Dritter wurde. Sogar bei einem Vettel-Sieg im letzten Saisonrennen am Sonntag wäre der
Spanier damit zum dritten Mal Weltmeister. "Besser ging es nicht, mehr konnten wir nicht machen. Der Glaube ist da", sagte Vettel.
Großer Verlierer im Quartett der Titeljäger war sein Red-Bull-Teamkollege Mark Webber. Der Australier musste sich hinter dem bereits entthronten Vorjahres-Champion Jenson Button mit Rang
fünf begnügen. "Ich war einfach nicht schnell genug", bekannte der 34-Jährige kleinlaut. Webber liegt in der Gesamtwertung mit 238 Zählern acht Punkte hinter Alonso und sieben
Punkte vor dem WM-Dritten Vettel. Hamilton ist mit 222 Zählern Vierter.
Eigentlich hatten alle auf eine erste Startreihe mit Vettel und Webber getippt. Für diesen Fall war heftig über eine Schützenhilfe des Deutschen für seinen Stallrivalen per
Platztausch spekuliert worden, falls Vettel kurz vor Rennende selbst keine Titelchance mehr hätte. Nun könnte Webber stattdessen Vettel helfen. "Sebastian muss sich voll reinhängen,
und Mark muss an Alonso vorbei", erklärte Teamchef Christian Horner die neue Red-Bull-Marschroute.
In der Qualifikation auf dem 5,554 Kilometer langen Yas Marina Circuit lieferten sich die Titelkandidaten von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. "Das war hart für uns alle. Die Positionen
haben so oft gewechselt, man wusste nie, wo man gerade liegt", berichtete Alonso.
Schon im ersten Abschnitt der Qualifikation ließ das Spitzen-Quartett bei der Zeitenjagd die Muskeln spielen. Alonso war der Schnellste, in Runde zwei allerdings konterte Vettel. Und auch die
McLaren-Piloten Hamilton und Button zeigten, dass am Sonntag mit ihnen zu rechnen sein wird. "Ich bin sehr zufrieden, das Auto lief viel besser als zuletzt", meinte Hamilton.
Auch im Schlussabschnitt kam der Brite Vettel ganz nah, nur der Wimpernschlag von 0,031 Sekunden fehlte dem Weltmeister von 2008 am Ende. "Es war ziemlich eng. Heute haben wir alles rausgeholt, was
ging", sagte Vettel, der für seine beste Runde 1:39,394 Minuten benötigte. "Es wird spannend, wir müssen bis zur letzten Kurve kämpfen. Das wird ein würdiges WM-Finale",
befand McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh.
dpa/Foto: pa
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