07.11.2010, 15:00 Uhr
Von Eric Waha
BAYREUTH. Sie sind die Basis des Roten Kreuzes – der Grundgedanke der Hilfe, aus der der Rettungsdienst gewachsen ist: Die Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Am Samstag kamen rund 100 Leiter der Bereitschaften aus dem Bezirksverband Oberfranken-Mittelfranken in Bayreuth zum ersten Bereitschaftsleitertreffen in der Form zusammen.
„Alle, die eine Leitungsaufgabe haben, sind zu dem Treffen eingeladen“, sagt Harald Emmerling, Pressesprecher des Bezirksverbands, im Kurier-Gespräch. Der Tag der Leitungskräfte, der im BRK-Haus in der Hindenburgstraße stattfand, war in erster Linie als Informationsveranstaltung für die Kreisbereitschaftsleiter, ihre Stellvertreter und die Bereitschaftsleiter auf Ortsebene gedacht. Deshalb gab es neben zahlreichen Vorträgen – zum Beispiel über Hilfeleistung, Finanzierung der Bereitschaften, Ausbildung und Digitalfunk – auch Fachausstellungen über Bekleidung und Medizintechnik.
Die Vorstellung des Betreuungsanhängers
Ebenfalls ein nicht ganz unwichtiger Part: Die Vorstellung des sogenannten Betreuungsanhängers, „der am Freitagabend erst aus dem Werk abgeholt worden ist und jetzt den fünf
Bezirksverbänden in Bayern zur Verfügung gestellt werden soll. Das Rote Kreuz soll den Anhänger auf Herz und Nieren testen und Erfahrungen sammeln. Wir werden dann unsere
Erfahrungen dem Freistaat vorstellen, der dann weitere Anhänger anschaffen will, die im Katastrophenschutz eingesetzt werden sollen“, sagt Emmerling. Der pro Stück 27.000 Euro
teure und zwei Tonnen schwere Anhänger soll bei schweren Unfällen, bei Großereignissen oder Katastrophen zum Einsatz kommen. „Denkbar sind Einsätze, wenn zum Beispiel
ein Großbrand ist und die Menschen, die nicht in ihre Wohnungen können, versorgt werden müssen. Er ist aber auch zur Versorgung unserer und anderer Einsatzkräfte
gedacht“, sagt Emmerling. „Wenn wir unsere Erfahrungen gemacht und die Ergebnisse vorgestellt haben, soll jede Kreisverwaltungsbehörde in Bayern mit so einem Anhänger
ausgestattet werden.“
Der Vorsitzende des BRK-Bezirksverbandes Ober- und Mittelfranken, der Bayreuther Gerhard Papp, hatte nach den Worten Emmerlings erleichternde Nachrichten für die Bereitschaftsleiter dabei:
„Es gab in den vergangenen Monaten Diskussionen, ausgelöst vom Landesverband, darüber, ob ein gesamtfränkischer Bezirksverband geschaffen werden soll. Jetzt konnte es
abgewendet werden, das Oberfranken-Mittelfranken und Unterfranken zusammengelegt werden“, sagt Emmerling, der dabei von „Kostenoptimierung“ spricht. Auslöser soll gewesen
sein, dass der Bezirksgeschäftsführer des Verbandes Oberfranken-Mittelfranken, dem insgesamt rund 25 000 Ehrenamtliche angehören, „in die Freistellungsphase geht“, wie
Emmerling sagt.
Symbolbild: pa
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