03.11.2010, 09:29 Uhr
Von Eva Huber und Laura Ullmann
BAYREUTH/SPARNECK. Obwohl sich der Streit zwischen Krankenkassen und Zahnärzten ums Budget verschärft, Zahnmediziner aus der Region wollen weiterhin jeden Patienten behandeln, scheint die Versorgung sichergestellt. ergab eine Kurier-Stichprobe. Zuletzt hatte die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) gedroht, neben Versicherten der AOK bekämen auch Mitglieder mancher Innungskrankenkassen und der Knappschaft keine Behandlungstermine mehr.
„Es ist einfach zu wenig Geld da“, erklärt Dr. Rüdiger Schott, Vorsitzender des Zahnärztlichen Bezirksverbandes Oberfranken (Sparneck). „Alles, was nicht
notwendig ist, versuchen wir auf das nächste Jahr zu verschieben, damit wir entsprechend honoriert werden.“
Für den Hummeltaler Zahnarzt Dr. Wolf-Dieter Münch ändert sich nichts. „Momentan wird alles so weitergehen wie bisher.“ Wer Schmerzen oder ein akutes Problem hat, wird
auf jeden Fall behandelt. Auch Vorsorgeuntersuchungen für den Stempel im Bonusheft werden weiterhin gewährleistet, meint sein Kollege Dr. Hans Bauer aus Pegnitz. Allerdings werde es
wohl auch Einschränkungen geben. „Was nicht akut ist und warten kann, wird aufs nächste Jahr verschoben.“ Grundsätzlich sei aber jeder Arzt vom Gesetzgeber
verpflichtet, die Behandlungen fortzuführen, so Michael Leonhart, Pressesprecher der AOK Bayern.
Symbolbild: dpa
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