BAYREUTH. „Wir sind eine familienfreundliche Universität“. Davon ist deren Präsident Professor Rüdiger Bormann überzeugt. Gestern weihte er einen weiteren Mosaikstein dieser Familienfreundlichkeit ein: Die neue Kinderkrippe Uni-Birken auf dem Campus.
Sie bietet Raum für 24 Kinder im Alter von bis zu drei Jahren. Das Bauwerk hinter den Gebäuden der Geowissenschaften kostete die stolze Summe von 895 000 Euro. Die neue Einrichtung sei
wichtig im Wettbewerb um neue Uni-Mitarbeiter, sagte Bormann. Er hob das besondere pädagogische Konzept hervor: Die Kinder sollen durch Bewegung lernen. Damit sollen Neugierde,
Kreativität und selbstständiges Handeln gefördert werden. „Ich hoffe, dass diese Eigenschaften bis zum Studium erhalten bleiben“, fügte Bormann schmunzelnd
hinzu.
Das holzvertäfelte Gebäude besteht aus zwei Gruppenräumen für jeweils zwölf Kinder, Schlafräumen und einem mittig gelegenen, abtrennbaren Mehrzweckbereich mit
Küche. Ein Bewegungsraum für die Kinder ähnelt einem Piratenschiff. Die Kleinen können hier unten herumkrabbeln, die Größeren können höhere Ebenen erkunden.
Die gesamte Nutzfläche der Krippe beträgt 280 Quadratmeter.
Die Einrichtung ist als Bewegungskindergarten konzipiert. Kinder werden hier ihre Umgebung eigenständig und ihrem Entwicklungsstand entsprechend – liegend, krabbelnd oder bereits auf
eigenen Fußen – selbst erkunden. Das Lernen mit allen Sinnen wird so entscheidend gefördert. Das pädagogische Konzept der neuen Krippe haben Sportwissenschaftler der Uni
Bayreuth maßgeblich mitentwickelt.
Die Betriebsträgerschaft übernahm das Diakonische Werk in Bayreuth. „Die Tagesbetreuung für Kinder hat eine hohe gesellschaftliche Relevanz“, betonte
Geschäftsführer Uwe Manert. Von einem „erfreulichen Tag“ sprach Bürgermeisterin Dr. Beate Kuhn. Die Stadt verfüge seit Jahren über eine Vollversorgung bei
Kindergartenplätzen, jetzt strebe man dies auch bei den Krippenplätzen an. Die neue Einrichtung Uni-Birken sei die vierte und größte Krippe in der Stadt, bilanzierte Kuhn. Die
Universität und die Stadt zahlten für die Einrichtung jeweils 178 500 Euro, den Rest übernahm der Freistaat.
Foto: red
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