29.10.2010, 15:25 Uhr
BAYREUTH. Mehr Tickets in den freien Verkauf - das ist das erklärte Ziel der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele. Der Verein "Team aktiver Festspielförderer" (TAFF) kann deshalb anders als ein älterer Sponsoren-Zusammenschluss nicht mit einem Kartenkontingent rechnen, sagte Festspielsprecher Peter Emmerich am Freitag.
Das habe TAFF bisher aber auch gar nicht verlangt, betonte Emmerich mit Blick auf einen Bericht in der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Fokus".
Auch TAFF-Sprecher Peter Maisel bestätigte: "Es ist bisher nie über Kartenkontingente gesprochen worden. Wir werden dann über Möglichkeiten sprechen, wenn wir auf Augenhöhe mit der Gesellschaft der Freunde verhandeln können, also eine entsprechende Leistung gegenüberstellen können." "Fokus" hatte berichtet, Co- Festspielleiterin Katharina Wagner habe klargestellt, dass TAFF keine Gratiskarten für die populären Festspiele erhält.
Auch die "Gesellschaft der Freunde von Bayreuth" erhält keine Gratiskarten, sondern ein Kontingent von knapp 14 000 der 58 000 Tickets, die die Mitglieder des traditionsreichen Sponsorenvereins dann erwerben können. Weitere Kontingente hat der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Stadt Bayreuth sowie die Bayerische Staatskanzlei, Stipendiaten der Richard-Wagner-Stipendienstiftung und Teilnehmer des Festivals Junger Künstler.
Der Bayerische Rechnungshof hatte kürzlich angemahnt, die Kontingente kritisch zu überprüfen. Daraufhin wurden 260 Dienst- und Freikarten gestrichen. Größere
Änderungen sollten erst in der Saison 2012 wirksam werden - mit Augenmaß, nicht mit der Rasenmähermethode, wie Emmerich betonte. "Wo wir nicht heranwollen, ist das, was wir
für junge Leute zur Verfügung stellen."
Symbolbild: pa
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