24.10.2010, 15:56 Uhr
MÜNCHEN. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wirft den bayerischen Grünen eine Politik "gegen die christlich geprägte Kultur" vor. "Was die Grünen aus dem Freistaat machen wollen, hat mit Bayern nichts mehr zu tun", kritisierte Dobrindt am Sonntag in München. Die Partei werde nie begreifen, dass der Freistaat ein christlich geprägtes Land sei und bleibe.
"Den Islam staatlich anerkennen, aber gleichzeitig das Konkordat mit den christlichen Kirchen aufkündigen wollen, das bringen nur die Grünen fertig", sagte der CSU-Politiker. Die Grünen hatten am Wochenende auf ihrem Landesparteitag in Würzburg einen Antrag zur Entflechtung von Kirche und Staat verabschiedet.
Dobrindt warf den Grünen ferner vor, sich in der Integrationsdebatte "wegzuducken", um ihr "naives Multikulti" weiter träumen zu können. "Integration ist eine brennende Frage in
Deutschland, aber die Grünen verlieren auf ihrem Parteitag kein Wort darüber, wie man die Probleme mit Integrationsverweigerern lösen könnte", bemängelte der
CSU-Generalsekretär.
dpa/Foto: Archiv/pa
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