24.10.2010, 12:42 Uhr
MÜNCHEN. Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) hat den umstrittenen Vorstoß von CSU-Chef Horst Seehofer zur Rente mit 67 verteidigt. Aigner sagte am Sonntag im Bayerischen Fernsehen, Seehofer habe damit zum Ausdruck bringen wollen, dass die Wirtschaft mehr ältere Arbeitnehmer beschäftigen müsse.
Bevor man über die Zuwanderung von ausländischen Fachkräften rede, müsse man den über 50-Jährigen in Deutschland "eine Chance geben".
Aigner fügte hinzu, momentan sei aber in dieser Frage "nichts zu entscheiden". Außerdem steige die Beschäftigung der älteren Arbeitnehmer bereits deutlich.
Seehofer hatte gesagt, wenn die deutsche Wirtschaft nicht endlich beginne, die Beschäftigungschancen für die über 50-Jährigen signifikant zu verbessern, dann mache die
Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf das 67. Lebensjahr keinen Sinn. Denn dann bedeute dieser Schritt "für die ältere Bevölkerung nichts anderes als eine
Rentenkürzung". In diesem Fall werde er den bisherigen Konsens beim Thema Rente mit 67 "aufkündigen".
Text/Bild: dpa
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