Donnerstag 24.05.2012, 16:23 Uhr
E-Mail: Passwort:



23.10.2010, 15:04 Uhr

 

Street-View-Autos schnappten auch E-Mails auf

MOUNTAIN VIEW/BERLIN. Googles Street-View-Kamerawagen haben bei ihren Fahrten zum Teil auch unverschlüsselt verschickte E-Mails und Passwörter aufgezeichnet. Das hätten Behörden-Untersuchungen ergeben, teilte Google am Freitag in einem Blog-Eintrag mit. Ob auch Deutschland betroffen ist, blieb zunächst unklar.

 

"Wir sind beschämt darüber, was passiert ist", schrieb Google-Manager Alan Eustace in dem Blogeintrag. Foto: dpa
"Wir sind beschämt darüber, was passiert ist", schrieb Google-Manager Alan Eustace in dem Blogeintrag. Foto: dpa
Bild 1 von 3 Zoom
weitere Bilder
"Wir sind beschämt darüber, was passiert ist", schrieb Google-Manager Alan Eustace in dem Blogeintrag. Foto: dpa
In einigen Ländern sind sie wieder unterwegs - jedoch gänzlich ohne die WLAN-Empfänger, wie Google betont. Foto: dpa
Die Kamerawagen hatte Google noch im Mai von der Straße genommen. Foto: dpa
nach oben scrollen
 
nach unten scrollen

"Soweit wir wissen, sind die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, so dass noch kein Abschlussbericht vorliegt", sagte ein Sprecher auf Anfrage zur Lage in Deutschland. "Wir haben die Behörden in ihren Untersuchungen von Beginn an unterstützt."    

Google hatte im Mai eingeräumt, dass die Kamerawagen, die Bilder für den Online-Straßenatlas Street View machten, auch Informationen aus unverschlüsselten WLAN-Netzen aufgezeichnet hatten. Das sei durch einen Software-Fehler passiert und lange nicht aufgefallen. Die Informationen seien nur sehr bruchstückhaft mitgeschnitten worden, da die Empfänger in den Autos fünfmal pro Sekunde den Kanal gewechselt hätten.

Das Eingeständnis hatte Untersuchungen in mehreren Ländern ausgelöst. In Deutschland prüfen Datenschützer und die Staatsanwaltschaft den Vorgang. Google betont, die Informationen nicht ausgewertet, sondern den Behörden übergeben zu haben. Erst bei deren Untersuchungen sei aufgefallen, dass auch ganze E-Mails, Internet-Adressen und Passwörter unter den Daten seien, hieß es nun.

"Wir sind beschämt darüber, was passiert ist", schrieb Google-Manager Alan Eustace in dem Blogeintrag. "Wir wollen diese Daten so schnell wie möglich löschen und ich möchte mich erneut dafür entschuldigen, dass wir sie überhaupt aufgezeichnet haben."

Die Kamerawagen hatte Google noch im Mai von der Straße genommen. In einigen Ländern sind sie wieder unterwegs - jedoch gänzlich ohne die WLAN-Empfänger, wie der Konzern betont.

244 000 Haushalte stellten Antrag auf Unkenntlichmachung

In Deutschland sind die Aufnahmen vorerst abgeschlossen, ob und wann die Kamerawagen wieder auf deutsche Straßen kommen, ist unbekannt. Street View soll hierzulande bis Ende des Jahres für die 20 größten Städte verfügbar sein. Am Donnerstag hatte Google mitgeteilt, dass gut 244 000 Haushalte in den Städten einen Antrag gestellt hätten, ihre Häuser auf den Straßenansichten unkenntlich zu machen.    

Die Fahrzeuge sollten eigentlich nur eine Art Karte der WLAN- Sender erstellen, als Unterstützung für GPS-Orientierungsdienste. Mit Hilfe der Signalstärke bekannter WLAN-Hotspots kann man recht genau die aktuelle Position zum Beispiel eines Handys bestimmen. Das hilft unter anderem, wenn es kein gutes Signal von GPS-Satelliten gibt. Das Verfahren wird auch von anderen Anbietern genutzt.    Das Unternehmen will die Datenschutz-Vorkehrungen weiter verschärfen. Google schuf eine neue Position mit Zuständigkeit für Datenschutz - "Director of Privacy". In dieser Funktion soll Alma Whitten die Einhaltung der Privatsphäre bei Entwicklungsarbeit und im Produktmanagement überwachen. Die Mitarbeiter sollen zusätzliche Schulungen erhalten, schrieb Eustace. Außerdem werde die Kontrolle beim Umgang mit Nutzerdaten verschärft.

Diese Maßnahmen reichen weit über die Street-View-Probleme hinaus und könnten auch einen anderen Hintergrund haben. Der Datenschutz bei Google war im September auch in den USA in die Kritik geraten. Ein Google-Mitarbeiter war wegen Verstößen gegen Datenschutz-Richtlinien entlassen worden. Zuvor hatte das Blog "Gawker" berichtet, der 27-jährige Mann habe wiederholt in Google-Accounts mehrerer ihm bekannter Teenager herumgeschnüffelt.

Google bestätigte den Bericht zwar nicht. Ein Google-Manager räumte zugleich grundsätzlich ein, dass es Mitarbeiter gebe, die Zugang zu Nutzer-Informationen haben: "Eine eingeschränkte Zahl von Menschen wird immer einen Zugang zu diesen Systemen haben müssen, wenn wir sie ordentlich betreiben wollen." Deshalb nehme Google jedes Eindringen in die Systeme sehr ernst. So sei die Auswertung interner Zugangsinformationen ausgeweitet worden.

dpa/Foto: pa




Artikel posten

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: diigo Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Shortnews Bookmark bei: Google Bookmark bei: Facebook mit Twitter versenden




Kommentare

Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.


mehr zum Thema
zurück   weiter


KURIER-NEWSTICKER
KURIER-TV
SONDERTHEMEN

Ankommen in Bayreuth

Kurioses

Aus der Schatz-Truhe

Kurier-Eurotrainer

Leser fragen Forscher

BT24 - Die Region von A-Z
null
null
null
BAYERISCHER RUNDFUNK
Rundschau News
BayernwetterVerkehr in Bayern

 




MONEYSPECIAL
Facebook - Twitter - Mobil
DIGITALE BEILAGEN
Modernisieren 2011 Maisels FunRun Kinder-Kurier 05 Biergartenpass 2012 Ku-Leserreisen FZ Baumagazin 2012 Kurier Card BRK Jahrbuch 2010 Bauen und Wohnen Kurier-Baumesse Tschakka-Bay Kurier Card Ratgeber Gesundheit FZ Baumagazin 211 Wonneproppen 2011 Kurier Shop 2011 Weihnachtliches BT Wirtschaft 10 2011 Weihnachtliches BT Ausbildungsmesse in Bayreuth 6.City-Autosalon Pegnitz Ratgeber Gesundheit Service-König 2011 Heimat-Kurier Heimat-Kurier Kurier Shop Bauen u.Wohnen 2011 BBC-Magazin Umwelt u. Energie
Moderni- sieren 05-2012
Maisels FunRun 2012
Kinder-Ku 05-2012
Biergarten- pass 2012
Ku-Leser- reisen 04-2012
FZ Bau- magazin 2012
Ku-Card 03-2012
BRK Jahr- buch 2011
Bauen u. Wohnen 02-2012
Kurier-Baumesse 02-2012
Tschakka- Bay
Genießer- pass 2012
Ratgeber Gesundh. 2012
Faszina- tion 3D 2011
Wonne- proppen 2011
Kurier Shop 2011
Weihnachtl. Bayreuth 2011
Wirtschaft 10-2011
Ortsport. Bindlach 2011
Ausbildungsmesse in Bayreuth
Autosalon Pegnitz 2011
Top-Arbeit- geber
Service- König 2011
VG Mistelbach 05-2011
Heimat-Ku 02-2011
Kurier Shop
Baumesse 2011
BBC- Magazin 2010
Umwelt u. Energie
UMFRAGE

Nach dem Brand des Kristallbades in Fichtelberg wurden schnell Stimmen laut, dass ein neues Bad gebaut werden soll. FInden Sie, dass Fichtelberg ein Schwimmbad braucht?

Klar. So ein Bad gehört einfach in eine Tourismusgegend wie das Fichtelgebirge!
Quatsch. So ein Bad macht nur Minus. Das braucht kein Mensch!
Mir ist es vollkommen egal, was in Fichtelberg passiert!
Info
Medienführerschein
1
KINO-NEWS

WEITERE ONLINEPORTALE

zum Seitenanfang
www.bayreuth.de | www.festspiele.de | www.bt24.de