20.10.2010, 12:11 Uhr
Von Eric Waha
BAYREUTH. Es ist für den lokalpolitischen Betrieb noch endlos weit weg, aber hinter den Kulissen wird schon am Plan gestrickt: Welche Partei schickt welchen Kandidaten ins Rennen? Die großen Kontrahenten um den von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl besetzten Chefsessel dürften auch diesmal wieder von SPD und BG kommen. Allerdings gilt für beide ein knapper Satz: Wir warten ab.
Der Vorsitzende des SPD-Stadtverbands, Dr. Michael Struck, sagte am Mittwoch im Kurier-Gespräch, dass der anfänglich als möglicher Kandidat gehandelte Dr. Wolfgang Gruber
„eigentlich nie ein Thema war. Das hat er von vorne herein klar gemacht, dass er wegen seiner Arbeitsbelastung nicht in Richtung eines Oberbürgermeister-Postens arbeiten kann“,
sagt Struck. „Sehr wohl kann er sich aber vorstellen, sich für die SPD im Kommunalwahlkampf – der ja nach der OB-Wahl ansteht – einzubringen.“ Über Grubers doch
recht aufsehenerregenden Wechsel von der CSU zur SPD habe er mit Gruber ausführlich gesprochen, sagt Struck. „Ich will das nicht kommunizieren, aber es kann gut sein, dass hinter dem
Wechsel auch eine gewisse Enttäuschung steckt.“ Es sei auch möglich, dass Gruber in der CSU keine Chance auf Erfolg auf der Liste gesehen habe.
Was einen Oberbürgermeister-Kandidaten der Genossen angeht, hält sich Struck aus guten Gründen bedeckt: „Es ist unser größtes Bemühen, einen aussichtsreichen
Kandidaten in den Ring zu schicken. Das ist klar. Es gibt eine Arbeitsgruppe, die seit geraumer Zeit Kandidaten sondiert, so viel kann man sagen. Das ist ein Prozess, der im Geheimen läuft
und auch so lange wie möglich geheim bleiben soll. Denn jeder mögliche Kandidat, der bekannt wird, hat entweder an seinem Arbeitsplatz Probleme oder wird öffentlich durchgebraten.
Das wollen wir verhindern.“
Foto: Lammel
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