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30.09.2010, 16:01 Uhr

 

Kulmain heiß auf alternative Energie

KULMAIN. Mit Hochdruck arbeitet die Gemeinde an der Verwirklichung ihres alternativen Energiekonzeptes. Im Eiltempo werden die beiden Photovoltaikanlagen auf Schule und Bauhof montiert.

 

Nach der rechtsaufsichtlichen Genehmigung des hauptsächlich für die Finanzierung der beiden Anlagen aufgestellten Nachtragshaushaltes und erfolgter öffentlicher Ausschreibung der beiden Aufdachanlagen hat der Gemeinderat in seiner vorletzten Ratssitzung den Beschluss zum Bau der Anlagen gefasst.

Die Gemeinde investiert in die alternative Stromerzeugung in diesem Jahr rund 470.000 Euro. Auf dem Neigungsdach des Bauhofes wurden beidseits bereits alle Voltaikmodule aufgebaut. Die 280 montierten Photovoltaikplatten haben eine Gesamtleistung von 64 Kilowatt/Spitze und sollen rund 53.000 Kilowatt jährlich Strom ins Netz einspeisen.

„Wir sind zuversichtlich, dass noch vor dem 1. Oktober das Groß der Module ans Netz geht. Damit sichern wir uns auf Dauer die höhere Einspeisungsvergütung, die bekanntermaßen ab dem 1. Oktober gesenkt wird“, berichtete Erster Bürgermeister Günter Kopp bei einer Baustellenbesichtigung.

Voltaik auf die Schule

Mit Hochdruck arbeitet die beauftragte Photovoltaikfirma WUN-Solar aus Wunsiedel, eine Tochtergesellschaft der Wunsiedler Stadtwerke, an der Installation der Voltaikmodule auf dem Schulhausdach.

Das komplette Dach auf der Pausenhalle des Schulgebäudes wurde bereits mit Voltaikmodulen eines deutschen Herstellers bestückt und wartet auf die Einrichtung der Wechselrichter.

Der Aufbau der Photovoltaikanlage musste mit der gleichzeitigen Aufbringung eines neuen Trapezblechdaches auf dem gesamten Schulgebäude koordiniert werden. Künftig werden aus der Anlage rund 61.000 Kilowatt Strom aus der 68 Kilowatt/Spitze leistenden Anlage über neun Wechselrichter in das E.on-Netz eingespeist, die durch 378 Solarmodule erzeugt werden. Die Gemeinde ist zuversichtlich, dass ein Großteil der Anlage noch bis Ende September in Betrieb gehen kann, um sich die höhere Einspeisungsvergütung zu sichern.

Heizwasser von der Pelletheizung

Mit dem im Herbst vorgesehenen Einbau einer Pelletheizung wird das gesamte Schulzentrum und über eine Fernwärmeleitung auch der Kindergarten mit Heizwasser versorgt: an die Fernwärmeleitung kann auch das Haus des Gastes leistungsmäßig angeschlossen werden.

Symbolbild: dpa




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