Der Comicroman Coolman und ich trainiert die Lachmuskeln. Mit nicht zu langen Texten und dazwischen vielen witzigen Comic-Einheiten wendet er sich an Jungen ab zehn Jahren.
Er erzählt von Kai, einem eigentlich ganz normalen Jungen, und seinem unsichtbaren Begleiter, einer Art Superheld, zumindest in seiner Vorstellung. Dieser Held, den nur er sehen kann, bringt
Kai jedoch eher Unglück. Aber er wird ihn nicht los. Was Kai auch macht, Coolman gibt seinen Kommentar dazu und verleitet ihn leider zu Sachen, die nicht wirklich gut für ihn sind. So
folgt Kai zum Beispiel dem Rat des Begleiters mit Cape und schwarzer Augenklappe, sich mit den Jungen anzulegen, die ihm ein Bein gestellt haben. Das hat zur Folge, dass er sich in einem
Müllcontainer voller Plastikbecher wiederfindet, in dem er dann ungebremst einen Berg hinunter rast. Oder er macht einem Mädchen das Kompliment, schöne Zähne zu haben. Leider
trägt sie eine Zahnspange. Für Kai reiht sich eine Katastrophe an die nächste. Zu allem Übel muss sich Kai auch noch mit seinen zuweilen peinlichen Eltern und seiner
schrägen Schwester plagen.
Kais Erlebnisse kommen dir vielleicht in gewisser Weise bekannt vor, auch wenn sie etwas übertrieben dargestellt sind. Allerdings sind sie dadurch auch besonders komisch, vor allem die
Auseinandersetzungen von Kai und seinem Begleiter. Weitere Abenteuer mit diesem Traum-Duo sollen folgen.
Rüdiger Bertram/Heribert Schulmeyer: Coolman und ich. Oetinger. 186 Seiten. 12 Euro. ISBN 978-3-7891-3185-1.
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