02.09.2010, 15:59 Uhr
Von Eric Waha
BAYREUTH. Bayreuth hat in mehrfacher Weise ganz ordentlich Glück gehabt, was das Hochwasser Ende der vergangenen Woche betrifft: Zum einen haben die bestehenden Schutzmaßnahmen an der Mistel und in Wolfsbach funktioniert, zum anderen hat sich die Hochwasserbelastung des Roten Mains in Grenzen gehalten. Und: Der Regen hat sich auf die Region begrenzt und Bayreuth ausgespart.
Auch wenn das Schauspiel an der Mistel in Meyernberg und in der Altstadt – rein aufs Stadtgebiet bezogen – bereits dramatische Formen angenommen hat, spricht Walter Fischer vom
Wasserwirtschaftsamt im Kurier-Gespräch „nur von einem vielleicht 20-jährlichen Hochwasser“. Die Flutmulden unterhalb den Glenk-Biergartens hätten einmal mehr gut
funktioniert und Druck aus dem Strom genommen. „Hätte es im Stadtgebiet auch so stark geregnet wie über dem Hummeltal, wäre die Kanalisation anders belastet gewesen –
dann hätte die Sache sicher anders ausgesehen“, sagt Fischer. Zudem habe die Mistel auch gut in den Roten Main einfließen können, der zwar stark angestiegen war, jedoch noch
Last aufnehmen konnte.
Das Hochwasser der Mistel – „das kam, was ganz natürlich ist, alles aus dem Hummeltal nach Bayreuth rein. Mistelbach und Gesees haben davon wenig mitbekommen“, sagt Fischer
– zeige aber auch, dass die vorgeschlagenen zusätzlichen Rückhaltebereiche zwischen Meyernberg und Geigenreuth noch geschaffen werden müssen.
Foto: Waha
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