02.09.2010, 11:01 Uhr
BERLIN. Deutsche Mädchen und Jungen haben heute weniger Sex als noch für fünf Jahren. Das geht aus der neuen Studie "Jugendsexualität 2010" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.
Für die Studie wurden rund 3500 Jugendliche befragt, darunter rund 1000 mit Migrationshintergrund. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen beiden Gruppen: Jungen aus Migrantenfamilien sind demnach früher und häufiger sexuell aktiv als deutsche Gleichaltrige. Mädchen mit Migrationshintergrund hingegen sind deutlich zurückhaltender und begründen dies damit, zu jung zu sein.
Erfahrungen mit sexueller Gewalt hat hingegen bereits fast jedes fünfte Mädchen (19 Prozent) mit Migrationshintergrund gemacht. Von den deutschen Mädchen berichteten 13 Prozent von Situationen, in denen sie sich gegen unerwünschte sexuelle Übergriffe zur Wehr setzen mussten.
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