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02.09.2010, 10:00 Uhr

 

Eine klingende Erfolgsgeschichte

Von Dieter Jenß

HUMMELTAL/MISTELGAU. Wenn im westlichen Landkreis von Blaskapellen die Rede ist, dann fällt unwillkürlich der Name „Hummelgauer Jugendblasorchester“. Selten kann eine Musikgruppe innerhalb kürzester Zeit auf eine solch rasante Entwicklung und eine Erfolgsgeschichte verweisen, wie die 2003 ins Leben gerufene 25-köpfige Kapelle.

 

Vor allem ihre Teilnahme 2005 beim Shanghai-Tourismus-Festival war das größte Ereignis in der noch jungen Geschichte des Vereins und wird auch in Zukunft als unvergessliches Erlebnis in die Annalen eingehen. Doch dazu später mehr.

Begonnen hat alles mit einem Aufruf im September 2003, junge Musiker oder solche die es werden wollen, möchten sich melden. Geplant ist die Gründung eines „Hummelgauer Jugendblasorchesters“, so lautete die Meldung damals im Kurier.


Chance für Neulinge

Hintergrund der Initiative des Mistelgauer Siegfried Schwarzer, wie sich später herausstellte Manager und Vorsitzender des 2005 als Verein gegründeten Orchesters, und von Thomas Hauenstein, von vorneherein musikalischer Leiter, war nicht zuletzt die Tatsache, dass im Hummelgau keine Blaskapelle beheimatet war, die musikalischen Neulingen eine Chance gibt.

Von vorneherein mit im Boot saßen die beiden Bürgermeister Georg Birner aus Mistelgau und Richard Müller aus Hummeltal, die als Geburtshelfer und in der Folge als Paten das Jugendblasorchester bis heute begleiten. Bereits der erste öffentliche Auftritt im Februar 2004 in Mistelgau vor erstaunt mitgehenden Eltern, Freunden und Verwandten, ließ erkennen, wohin die Reise geht.

Von Beginn an kam etwa die Hälfte der überwiegend jungen Musiker aus Hummeltal sowie weitere Mitwirkende aus Mistelgau, Mistelbach bis hin aus Busbach.

Nesthäkchen war damals die neunjährige Nina Ahner (Trompete) und der gleichaltrige Jannis Hagen (Klarinette), beide aus Hummeltal.

In der Folge ging es Schlag auf Schlag voran. Während hinter den Kulissen fleißig geprobt wurde, kam es gleichzeitig in immer rascherer Folge zu einer Vielzahl von Auftritten.

Die Palette reicht mittlerweile von Auftritten bei Festen in Hummelgau, ob bei der Kerwa, bei Bürgerfesten, Marktagen oder bei der Umrahmung der Osterbrunnenfeier in Hummeltal. Proben ihres Könnens gaben die Musiker auch bei Festzügen oder bei der Kleinen Serenade in Obernsees.

Nächste Termine sind unter anderen am Marktsonntag, 12. September, in Mistelbach oder am 26. September beim Altstadtfest in Nürnberg beim großen Sternmarsch.

Großes Jahreskonzert

Die Vielseitigkeit zeichnete die junge Truppe aus, die von Thomas Hauenstein stets behutsam an neue musikalische Herausforderungen herangeführt wird.

Seit März 2007 steht Otto Löhr als Vorsitzender auf der Kommandobrücke. Er löste Siegfried Schwarzer ab, der sich große Verdienste um den Aufbau der Musikgruppe erworben hat.

Ein fester Termin im Jahresablauf ist seit 2005, jeweils am Sonntag nach dem Fasching, das Jahreskonzert, das in jüngster Zeit bereits komplett alleine bestritten wurde.

Big-Band-Sound

In den ersten Jahren waren stets befreundete Musikgruppen mit im Boot bei dem meist in der Schulturnhalle in Hummeltal vor einem großen Publikum abgehaltenen Höhepunkt des Jahres.

Sehen lassen kann sich auch das Repertoire, das von fränkisch, bayerischer und böhmischer Blasmusik längst bis Hits von Glenn Miller, Schlager und Evergreens, Rock’n Roll bis zum Big-Band Sound und vielen mehr reicht.

Längst ist das Hummelgauer Jugendblasorchester zu einem Kulturträger und Botschafter für den Hummelgau geworden.

Foto: Jenß



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