27.08.2010, 14:35 Uhr
BAYREUTH. Die letzte Aufführung der diesjährigen Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele ist dem kürzlich verstorbenen Regisseur Christoph Schlingensief gewidmet.
"Schlingensief hat vieles in Bewegung gesetzt", sagte Festspielsprecher Peter Emmerich am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Daran wollten sich alle Mitarbeiter und Mitwirkenden der Festspiele am Samstag erinnern, wenn mit der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" die 99. Wagner-Festspiele enden. Schlingensief hatte 2004 in Bayreuth mit seiner "Parsifal"- Inszenierung für Wirbel gesorgt. Dass der mittlerweile verstorbene Festspiel-Chef und Wagner-Enkel Wolfgang Wagner den als Theater- Provokateur bekannten Regisseur auf den "Grünen Hügel" holte, galt als Sensation.
Festspielorchester will Spenden
"Christoph Schlingensiefs "Parsifal" war eine Art Katalysator", beschrieb Emmerich die Bedeutung Schlingensiefs für den Bayreuther Festspielbetrieb. Das Festspielorchester habe sich spontan zu einer Spende für Schlingensiefs Opernhaus-Projekt in Burkina Faso entschlossen, berichtete Emmerich. Weitere Gesten seien aber nicht geplant: "Die beste Art, einen Theatermann zu ehren, ist gutes Theater zu spielen. Und das wollen wir machen."
dpa/Foto: pa
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