26.08.2010, 10:36 Uhr
BAYREUTH. Wenn es um exzellente Forschung und Lehre über Afrika geht, blickt man auch in Frankreich mit wachsendem Interesse nach Bayreuth. Eine hochrangige Delegation aus der südfranzösischen Region Aquitanien besuchte am Montag Bayreuth und die Universität. Der aktuelle Anlass: Der Präsident des Regionalrats von Aquitanien, Alain Rousset, wollte sich persönlich ein Bild davon machen, wie in Bayreuth über Afrika geforscht und gelehrt wird.
An keiner anderen Universität in Deutschland gibt es eine solche Vielfalt von Fächern, die sich gemeinsam der Erforschung des afrikanischen Kontinents widmen. Und die Bayreuther internationale Graduiertenschule BIGSAS ist ein Vorreiter bei der Zusammenarbeit mit Afrika in der Doktorandenausbildung.
Aus erster Hand
Die französischen Gäste haben die Entwicklungen in Bayreuth aus erster Hand kennengelernt. Viele Fragen richteten sich auf die Struktur und die Arbeitsweise des Instituts für Afrikastudien (IAS). Diese zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität bündelt seit mehr als drei Jahrzehnten eine Vielzahl von Aktivitäten in Forschung, Lehre und internationalem Austausch. Für die Universität Bordeaux, das wurde während der Gespräche deutlich, ist das IAS in wissenschaftlicher wie in organisatorischer Hinsicht ein Vorbild für eigene, neu zu entwickelnde Strukturen.
Teilnehmer der Delegation waren auch Professor René Otayek, Direktor des Zentrums für Afrikastudien (CEAN) an der Universität Bordeaux, sowie Professor Alain Ricard, der dort den Lehrstuhl für afrikanische Literaturen innehat. Die beiden Afrikaexperten aus Frankreich zeigten sich vor allem von der intensiven partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit afrikanischen Universitäten – Motto: „Forschung über Afrika – gemeinsam mit Afrika“ – beeindruckt.
Dichter Zeitplan
Die Gäste aus Aquitanien erwartete in Bayreuth ein dichtes Besuchsprogramm. Professor Bernhard Herz, Vizepräsident der Universität Bayreuth für Internationale Angelegenheiten, begrüßte sie zunächst im Senatssaal der Universität. Anschließend wurde die Delegation von der Vizepräsidentin der Regierung von Oberfranken, Petra Platzgummer-Martin, und von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl empfangen. Ein Besuch im Iwalewa-Haus und ein anschließendes Abendessen boten dann die Gelegenheit für persönliche Gespräche mit Professor Achim von Oppen, Direktor des IAS, seine Vertreterin Professorin Ute Fendler, Professor Dymitr Ibriszimow, Sprecher der BIGSAS, und Dr. Ulf Vierke, Direktor des Iwalewa-Hauses, und afrikanischen Doktoranden. red
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