PEGNITZ. Millionen-Abzocke bei der Ablesung von Heizungskosten – darüber kann die Pegnitzer Firma delta-t nur müde lächeln. Sie landete bei einem deutschlandweiten Vergleich bei den günstigsten Anbietern und arbeitet unter dem Bundesdurchschnittswert. Jürgen Feser, Gesellschafter und Prokurist, erklärte im Kurier-Gespräch, warum delta-t so preiswert arbeiten kann.
Mit einem Durschnittswert von 61 Cent pro Quadratmeter liegt die Firma deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 72 Cent. Firmen wie Techem oder Ista liegen mit bis zu 89 Cent darüber. Feser
vermutet mehrere Gründe für die höhere Preiskalkulation bei den großen Mitbewerbern.
„Die großen Firmen haben einen enormen Wasserkopf in der Verwaltung“, dieser müsse finanziert werden. Außerdem arbeiten viele mit Funktechnologien, auch delta-t, aber nur
da, wo es Sinn macht. Ein Beispiel wäre ein Studentenwohnheim – hier sind nie alle Bewohner gleichzeitig zum Heizungablesen vor Ort und die Funktechnologie hilft weiter. Ansonsten wird
bei der Pegnitzer Firma mit der bewährten Methode mit Papierbeleg gearbeitet, „da haben die Kunden was in der Hand“, so Feser. Der Prokurist geht ehrlich mit der
„altmodischen Methode“ um: „Die Leute vermissen sonst den Beleg. Und: Bei uns verblassen keine Abrechnungen wie bei der elektronischen Erfassung.“
Foto: ike
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