24.08.2010, 16:36 Uhr
PEGNITZ. Der Streit zwischen zwei Pegnitzer Taxiunternehmern (der Kurier berichtete) hat gestern am Amtsgericht eine Fortsetzung gefunden. Angeklagt war ein 77-Jähriger Taxifahrer wegen Beleidigung eines 60-jährigen Berufskollegen.
Der Streit schwelt, seitdem der 37-jährige Sohn des 60-Jährigen in Pegnitz im Mai vergangenen Jahres ein Taxiunternehmen eröffnet hat. Letzterer soll nach dessen Angaben von allen
Seiten bekämpft und gemobbt werden.
Die beiden Kontrahenten allerdings warfen dem 77-Jährigen vor, die Taxikunden abzufangen. Nachdem Beschwerden bei der Aufsichtsbehörde, dem Landratsamt Bayreuth, bisher noch keinen
Erfolg gebracht hätten, stellten die beiden den Angeklagten laut Aussage zur Rede. Dabei wurde per Handy auch ein Film aufgenommen, der die Beleidigungen beweisen sollte. „Ich habe
keine beleidigenden Äußerungen gemacht, das lässt meine Kinderstube nicht zu“, sagte der Angeklagte.
Der vor Gericht abgespielte Film zeigt zwar einen aufgebrachten Angeklagten, aber eine „formale Beleidigung“ fiel dabei laut Richterin Christine Oertwig nicht. Der 60-Jährige
wird dort lediglich als „Rucksack“ betitelt, was dieser allerdings als Beleidigung empfunden hat. Die Bezeichnung „Rucksack“ sei für ihn ein Ersatz für ein
Schimpfwort.
tz/Foto: Lammel
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