16.08.2010, 10:28 Uhr
Von Susanne Tomis-Nedvidek
SPEINSHART. Sauber bleiben war beim 14. 14. 24-Stunden-Mofarennen am Barbaraberg unmöglich.

88 Teams aus dem gesamten Bundesgebiet waren am Samstagmorgen kurz nach halb acht angetreten, um das Rennen für sich zu entscheiden. Mit den KO-Racing-Weibern (Schwarzenbach) war neben den zwei gemischten Teams „black or magenta“ (Pösing) sowie „Flitzkacke“ (Wunsiedel) erneut eine reine Damenmannschaft am diesmal nicht einfachen Start.
In „Le- Mans“-Manier
Der anhaltende Regen im Vorfeld hatte die Strecke matschig gemacht. Schwer kämpften sich die Mofas nach dem bewährten Start in „Le- Mans“-Manier durch den Schlamm, die ersten Fahrer stürzten. Doch wer hier am Barbaraberg antritt, der hat in aller Regel Erfahrung. So saß für die Tirschenreuther Schulstraßen-Woundara unter anderem mit dem 50-jährigen Peter Meyer aus Großkonreuth sogar ein echter Deutscher Meister (1983) im Sattel.
Die coolen Outfits der vergangenen Jahre haben auf der Strecke mittlerweile Seltenheitsfaktor. Meist war Motocross-Kleidung angesagt, schließlich galt es auch, ein kleines Waschbrett und ein Wasserloch zu meistern. Christian Roder von der Rennleitung war zuversichtlich, dass das Rennen bis zum Schluss durchgeführt werden kann. „Zwischendrin muss halt einmal die Spur nachgezogen werden.“
Er freute sich, dass die Weekend Warriors und ihre befreundeten Helfervereine den mehreren Tausend erwarteten Gästen wieder ein Event vom Feinsten bieten konnten, bei dem es diesmal garantiert nicht staubte. Wäre dies nicht trotz alledem eine „dörfliche Veranstaltung“, so hätten die Organisatoren mit Sicherheit vor dem Wetter kapituliert.
Unermüdliche Traktoren
So waren bereits im Vorfeld unermüdlich bis zu sechs Traktoren im Einsatz, um die Lkws aufs Gelände zu schleppen. Auch beim Rennen mussten sie vereinzelt auf dem Wiesenparkplatz stecken gebliebene Besucherautos wieder auf die Straße ziehen. Im Fahrerlager waren Strohballen Trumpf, und ohne Gummistiefel ging für die Passanten da überhaupt nichts. Doch der guten Laune tat dies keinen Abbruch.
Der Matsch war ein natürlicher Geschwindigkeitsbremser, die erlaubten maximalen 50 Stundenkilometer konnten nur an wenigen Stücken so richtig ausgefahren werden. Erstmals waren auf der Strecke auch keine elektronischen Zündungen mehr erlaubt. Zu schwer wurde es in der Vergangenheit, Manipulationen aufzuspüren.
TÜV zum guten Zweck
Der TÜV hatte auch in diesem Jahr wieder Schwerstarbeit leisten müssen. Bis zu fünf oder sechsmal mussten manche einchecken, bis ihr Mofa die Wettbewerbsbedingungen erfüllte. So waren maximal 50 Kubikzentimeter, maximal 50 Stundenkilometer und maximal 85 Dezibel zugelassen. Pedale waren Pflicht, die Mofas mussten Baujahr 1990 oder älter sein und der Originalzustand des Rahmens musste zu mindestens 70 Prozent erhalten sein. Den Verein Hilfe für Anja durften die Versuche, sich einen vom TÜV vereitelten Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, freuen. Jedes zusätzliche Mal TÜV war mit einer Spende zugunsten der guten Sache belegt.
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
![]() |
BBC Bayreuth kämpft Alba Berlin nieder 15.01.2012 zum Video |
![]() |
EHC Bayreuth schlägt Weiden deutlich im Derby 15.01.2012 zum Video |
![]() |
Sport1 live beim BBC Bayreuth 18.01.2012 zum Video |
![]() |
OB-Wahl 2012: Haben Sie sich schon entschieden? 09.01.2012 zum Video |
![]() |
U15-Hallen-Cup mit 1. FC Nürnberg & SpVgg Bayreuth 21.01.2012 zum Video |
Facebook hat in den vergangenen Tagen mit der zukünftigen Pflicht der "Chronik"-Funktion auf sich aufmerksam gemacht. Regen Sie sich drüber auf und werden ihr Konto löschen oder halten Sie dem blauen Riesen die Treue?