15.08.2010, 16:54 Uhr
NEUENMARKT. Die Schützen des Eisenbahnersportvereins Neuenmarkt-Wirsberg werden wieder von einer Königin regiert! Christina Klötzer aus Wirsberg gab mit einem 76,2 Teiler den besten Schuss auf die Königsscheibe ab und verwies dabei die männliche Konkurrenz auf die Plätze 2 und 3.
Überhaupt scheint das weibliche Geschlecht beim ESV gut in Form zu sein, denn auf den Plätzen vier und sechs landeten mit Eva Grüner und Regina Seiferth erneut zwei Damen. Neuer Bürgerkönig wurde der stellvertretende ESV-Vorsitzende Günther Zischka mit einem 104,0 Teiler. Und auch hier schossen sich mit Sigrid Fraas, Gisela Weber und Regina Seiferth gleich drei Damen auf die Plätze drei, vier und fünf ein.
Spannende Bürgerkönig-Entscheidung
Das Schützenfest begann bereits am Samstagnachmittag mit der Ermittlung des Bürgerkönigs. Während die anderen Schießwettbewerbe bereits während der Woche abgeschlossen wurden, verlief der Wettbewerb um den Bürgerkönig sehr spannend.
Noch vor der Proklamation hatte Carsten Warzecha schon einen „Verdacht“ geäußert: „Meines Erachtens kann das nur einer vom ESV-Vorstand sein, denn ich war neben ihm am Schießstand und er hat mitten ins Schwarze getroffen. Besser geht es nicht mehr!“
Sorgfältig gehütet
Das Geheimnis um den neuen Regenten der ESV-Schützen wurde da schon sorgfältiger gehütet. Es versuchten wieder etliche Schützenbrüder und Schützenschwestern ins
Schwarze zu treffen und es wurden auch eine ganze Reihe guter Königsschüsse abgegeben, doch am Ende hatte Christina Klötzer mit einem 76,2 Teiler die Nase vorn.
Die 40-jährige Hausfrau, die erst seit zwei Jahren aktiv im ESV den Schießsport betreibt, wollte eigentlich gar nicht den besten Königsschuss abgeben und deshalb war auch die
Überraschung bei ihr groß: „Immer wenn ich nichts treffen will, treffe ich was. Ich bin aber schon stolz, dass ich die neue Schützenkönigin geworden bin.“
In der Regel trainiert Christina Klötzer mit der Großkaliber-Sportpistole. Sie sagt auch warum: „Als Jägerin und ausgebildete Hundeführerin muss ich schon ab und zu
einen Fangschuss abgeben und dann ist es gut, wenn ich mit der Waffe auch entsprechend trainieren kann.“
Entthronisierung
Die Entthronisierung des noch amtierenden Schützenkönigs Hartmut Lauterbach nahm 1.Schützenmeister Rudi Hanke vor, der Lauterbach für seine Regentschaft herzlich dankte.
Zum 1. Ritter wurde Roland Schott ernannt und das Amt des 2. Ritters übernimmt Herbert Schröppel. Sie erhielten die üblichen Ehrengaben des Vereins und die Überraschung war
dann schon groß, als mit Christina Klötzer eine Schützin die Königswürde errang, die erst seit zwei Jahren aktiv im Verein mitschießt.
Hartmut Lauterbach überreichte ihr die Königskette und auch die von ihm gestiftete Königsscheibe und Schützenmeister Rudi Hanke übergab den obligatorischen
Königskrug.
24 teilnehmende Mannschaften
Nicht weniger als 24 Mannschaften der örtlichen Vereine und Verbände beteiligten sich am Vereinsschießen und als Sieger ging die 1. Mannschaft vom „Club 77“ hervor, die
mit den Aktiven Klaus Herde, Herta Jahreis, Robert Slawik und Gisela Weber auf 513 Ringe kamen, dicht gefolgt von der Vorstandschaft des ESV, die es auf 493 Ringe brachte.
Rang drei ging an „Die Gödels“, eine Privatmannschaft, die 482 Ringe erzielte. Der Fußballclub Neuenmarkt und der „Club 77“ stellten dabei mit jeweils drei Mannschaften die meisten Teilnehmer.
rei
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