10.08.2010, 15:20 Uhr
BAYREUTH/MüNCHEN. Den Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Kämmerern stellt es ebenso wie den Architekten und Stadtplanern die Nackenhaare auf. Der Städtetag protestiert als Sprachrohr der Städte und Gemeinden. Sämtliche zuständigen Mandatsträger haben inzwischen Post bekommen: Protestpost gegen die geplante Halbierung der Städtebauförderung.
Nach rund 610 Millionen Euro im Jahr 2010 sollen im kommenden Jahr möglicherweise nur noch 305 Millionen Euro für Städtebauprojekte von Bund und Ländern ausgeschüttet
werden. Wie eine Kurier-Umfrage ergibt, nennt zum Beispiel der Bayreuther Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl gerade „konjunktur- und beschäftigungspolitisch“ eine
„solch drastische Kürzung fatal. Sie würde die Stadt Bayreuth ihrer Möglichkeit berauben, sich durch laufende Städtebauförderprogramme kontinuierlich weiter zu
entwickeln“.
Auch der Geschäftsführer des Bayerischen Städtetags, Reiner Knäusl, sagt im Kurier-Gespräch, der „Städtetag protestiert gegen die Sparvorstellungen der
Bundesregierung in der Städtebauförderung“. Schließlich löse ein Euro an Förderung mindestens weitere acht Euro an öffentlichen und privaten Investitionen
aus. Die Anschubwirkung der Städtebauförderung ist also gewaltig“, sagt Knäusl.
wah/Archivbild: Lammel
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