Die Ampelanlage an besagter Kreuzung gehört zu insgesamt neun Ampelanlagen im Stadtgebiet von Bayreuth, die 24 Stunden im Betrieb sind. Grund dafür, dass sie nicht wie die Mehrzahl der
insgesamt 82 Ampeln abgeschaltet werden, ist, dass es sich bei diesen Kreuzungen um Unfallschwerpunkte handelt, wie Dienststellenleiter Adam Kirschner vom Tiefbauamt des Bayreuther Rathauses
mitteilte. Die Frage, ob auch am Dienstag gegen 22.40 Uhr, als sich der Unfall ereignete, die Ampelanlage abgeschaltet war, konnte Kirschner nicht beantworten. Erst müsse das Steuergerät
ausgelesen werden, damit man konkrete Hinweise darauf erhalte, ob ein Fehler in besagter Nacht vorgelegen hat.
Die Nachfrage bei der Polizei ergab: Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Ampel ausgeschaltet. Die Signalanlage sei definitiv aus gewesen, sagte Pressesprecher Michael Ittner von der Polizeiinspektion
Bayreuth-Stadt. Seine Kollegen hätten vor Ort Zeugen und Beteiligte befragt, die alle bestätigt hätten, dass die Ampeln nicht funktioniert hätten und nur ein gelbes Blinklicht
geleuchtet hätte. Eine nicht funktionierende Ampelanlage gewähre aber nicht automatisch freie Fahrt, betonte Ittner. „In dem Fall gelten für jeden Verkehrsteilnehmer die
Verkehrszeichen“, sagte der Pressesprecher.
Dass die Ampelanlage an der Kreuzung nicht funktionierte, bestätigte auch Manuela Ascherl, die den Unfall hautnah miterlebte. Die 30-Jährige befand sich als Beifahrerin im Auto ihres
Freundes, das sich direkt hinter einem der Fahrzeuge befand, die in den Unfall verwickelt waren. Sie habe später ihren Freund auf die Ampelanlage angesprochen, sagte sie am Freitag im
Kurier-Gespräch, und er habe ausdrücklich betont, dass er lediglich ein orange blinkendes Licht gesehen habe.
Die Auswertung des Betriebstagebuches der Ampelanlage am Freitag ergab, dass die Lichtzeichen in den vergangenen Nächten mehrmals ausgefallen waren. Nach Aussage von Rene Goldmann, Mitarbeiter
der Firma Huber-Signalbau, der die Auswertung vornahm, sei es aufgrund von Problemen im Versorgungsnetz zu den Ausfällen gekommen, in mancher Nacht sogar mehrmals. So habe das Betriebstagebuch
Ausfälle am 19. und 31. Juli sowie am 1. August aufgezeichnet. Am 4. August stand die Ampelanlage still, weil der Unfallschaden repariert werden musste. Komischerweise zeigt der Computer
jedoch für den Unfallzeitpunkt am Dienstag keinen Ausfall auf
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