04.08.2010, 14:45 Uhr
BAYREUTH. Mit 258 Studenten aus 58 Ländern begann gestern die 14. Sommeruniversität für Interkulturelle Deutsch-Studien. In den kommenden sieben Wochen werden die Teilnehmer aus Europa, Afrika und Asien viel über die Deutschen und ihre Sprache erfahren.

Die Hälfte der Teilnehmer kommt aus Europa, wobei die Russische Föderation die größte Gruppe stellt. Ein weiteres Drittel stammt aus Asien. Stärker als in den Vorjahren sind die Teilnehmer aus Afrika vertreten. Nach den Worten von Professor Torsten Kühlmann die Folge der Zusammenarbeit in der deutsch-tansanischen Graduiertenschule für Recht in Daressalam.
Das Bild vom Deutschen
Die Bayreuther Sommeruniversität sei für alle Teilnehmer eine Gelegenheit, ihr Bild von Deutschland und den Deutschen zu überprüfen, sagte Kühlmann, der den Lehrstuhl für Betriebliches Personalwesen und Führungslehre inne hat. Er steht gemeinsam mit Professor Bernd Müller-Jacquier vom Lehrstuhl Interkulturelle Germanistik, Professor Diethelm Klippel vom Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte und Rainer Hofmann, dem Geschäftsführer des Instituts für Wissen und Bildung, dem Institut für Internationale Kommunikation und Auswärtige Kulturarbeit vor, das die Sommeruniversität mit der Universität Bayreuth gemeinsam veranstaltet.
Sicher lasse sich das Deutschland-Bild bei einem Kurs oder in einem Seminar vertiefen. „Aber auch die Begegnung mit den Menschen und ihrer Art zu leben, ist erfolgversprechend“, so Kühlmann in seinem humorvollen Referat weiter. Um für die Begegnung mit Bayreuth und seinen Einwohnern gerüstet zu sein, führte er die Gaststudenten auch gleich in die oberfränkische Mundart ein. So dürften nun auch die Teilnehmer aus dem fernen China, Weißrussland und Tansania befähigt sein, im Bayreuther Wirtshaus Worschdlaabla, Gleeß und Schäufala zu bestellen.
Vertrauen als Grundlage
Uni-Präsident Rüdiger Bormann sagte, Vertrauen sei ein wichtiges Element für die interkulturelle Zusammenarbeit. Die Sommer-Universität dafür eine Plattform. Er riet den Studenten: „Lernen Sie Bayreuth und einander kennen. Bleiben Sie neugierig.“ Klimawandel, Energieversorgung, Gesundheit, neue Technologien – diese bevorzugten Forschungsthemen der Universität Bayreuth voranzubringen, funktioniere im globalen Zusammenspiel.
„Bayreuth ist in diesen Tagen voll mit jungen Mensch aus aller Welt“, sagte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Neben der Sommeruniversität fänden gerade das Internationale Festival junger Künstler und die Europäischen Wochen statt, die Jugendliche aus den Partnerstädten nach Bayreuth bringen. „Ich wünsche Ihnen eine aufregende Zeit in Bayreuth“, so der Oberbürgermeister.
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