01.08.2010, 14:51 Uhr
MÜNCHEN. In Bayern sollen Kinder möglicherweise schon in naher Zukunft wahlweise für drei, vier oder fünf Jahre die Grundschule besuchen dürfen.
"Optimale Bildungsbiografie"
Zum kommenden Schuljahr startet dazu ein Modellversuch an 20 Grundschulen. In dem Modellversuch wird aus den 1. und 2. Klassen eine jahrgangsübergreifende Eingangsstufe gebildet. Schwächere Schüler dürfen dort drei Jahre bleiben - sehr gute Schüler können bereits nach einem Jahr die reguläre dritte Klasse besuchen. Die Kinder können dementsprechend ein Jahr früher oder später in die fünften Klassen der weiterführenden Schulen wechseln. So solle eine "für das einzelne Kind optimale Bildungsbiografie" ermöglicht werden, heißt auf der Internetseite des Projekts. Den schwächeren Kindern soll zudem das Stigma des Sitzenbleibens in den ersten Schuljahren erspart bleiben. Das Projekt läuft bis Schuljahresende 2013.
Für die SPD reicht der Modellversuch aber nicht aus: Als das Projekt im Februar vorgestellt wurde, kritisierte sie, dass es zu klein dimensioniert sei. Schließlich gebe es in Bayern mehr als 2000 Grundschulen, argumentierten die Sozialdemokraten.
dpa
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